Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Drei neue Helmholtz-Institute für Gesundheitsforschung

Freitag, 3. März 2017

Berlin – Drei neue Helmholtz-Institute sollen die Gesundheitsforschung in Deutschland stärken. Sie widmen sich den Bereichen Krebsimmuntherapie, Stoffwechsel- und Infektionsforschung. „Damit bekommt Deutschland wichtige Innovationsstätten für die Gesundheitsforschung“, begrüßte der parlamentarische Staatssekretär bei der Bundes­ministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, die Entscheidung der Helmholtz-Gemeinschaft.

„Wir werden damit unsere außerordentliche wissenschaftliche Expertise in Bereichen ausbauen, die das Leben vieler Menschen betreffen“, sagt Otmar Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Die Gründung eines Helmholtz-Instituts schaffe die Grundlage für eine dauerhafte enge Zusammenarbeit eines Helmholtz-Zentrums und einer Universität auf einem spezifischen Forschungsfeld, das für beide Institutionen besonderes Gewicht habe.

Die Einrichtungen werden – wie die anderen bislang neun Helmholtz-Institute – auf dem Gelände der Universitäten angesiedelt sein. Nach der Aufbauphase erhalten sie durch die Helmholtz-Gemeinschaft eine jährliche Förderung von 5,5 Millionen Euro. Die beteiligten Bundesländer stellen insbesondere zur Anschubfinanzierung zusätzliche Mittel zur Verfügung.

In Mainz entsteht das neue Helmholtz-Institut für translationale Onkologie (HI-TRON). Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) geht dafür gemeinsam mit der Johan­nes-Gutenberg-Universität und der Universitätsmedizin Mainz eine strategische Partner­schaft ein. Die bereits existierende gemeinnützige TRON GmbH wird hierzu zu einem Helmholtz-Institut ausgebaut.

Das Helmholtz-Zentrum München (HMGU) und die Universität Leipzig werden gemein­sam in Leipzig das Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäß­for­schung (HI-MAG) aufbauen. Es widmet sich bisher ungelösten Fragen des Zusammen­spiels von Übergewicht, Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen.

Bereits im vergangenen Oktober hatte die Forschungsgemeinschaft das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) ins Leben gerufen. Es entsteht aus einer Zusammenarbeit des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Es soll zu einem besseren Verständnis von Infektionen beitragen und signifikante Fortschritte in der Bekämpfung von Infektionskrankheiten ermöglichen. „Das Institut ist mit seiner wissenschaftlichen Ausrichtung international führend, hoch innovativ und weltweit einmalig. Der Wissen­schafts­standort Deutschland wird in der Infektionsforschung nachhaltig gestärkt“, sagte Rachel.

In der Aufbauphase von 2017 bis 2020 werden die drei neuen Helmholtz-Institute durch die jeweiligen Sitzländer und beteiligten Universitäten finanziert. Ab 2021 werden sie in die Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft mit einer 90-prozentigen Bundesförderung überführt. Das Gesamtbudget eines voll etablierten Helmholtz-Instituts liegt bei bis zu 5,5 Millionen Euro jährlich. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

4. Mai 2018
Berlin – Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine positive Fünfjahresbilanz zu Deutschlands größter Gesundheitserhebung gezogen. Demnach beteiligten sich an der 2013 gestarteten
Mehr als 200.000 Teilnehmer bei Deutschlands größter Gesundheitsstudie geplant
4. Mai 2018
Frankfurt am Main – Die komplexen Mechanismen des Immunsystems innerhalb menschlicher Abwehrzellen untersucht eine Arbeitsgruppe um den Biochemiker Robert Tampé von der Goethe-Universität Frankfurt.
Europäische Millionenförderung für Immunforschung in Frankfurt
3. Mai 2018
Berlin – Für eine gezielte Förderung eines herausragenden Forschungsgebietes ihres Universitätsklinikums haben sich bei der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung 27 Hochschulen beworben. Ab 2019 will die
Else-Kröner-Fresenius-Stiftung: 27 medizinische Fakultäten bewerben sich um Förderung
26. April 2018
Würzburg – Auf die Probleme, die sich aus dem Umgang mit Software in der Forschung ergeben können, hat die Arbeitsgemeinschaft „Digitale Werkzeuge – Software und Dienste“ der Allianz der deutschen
Arbeitsgemeinschaft soll Wissenschaftler bei Umgang mit Forschungssoftware unterstützen
19. April 2018
Greifswald – In Greifswald hat das neue Center for Functional Genomics of Microbes (C_FunGene) seine Arbeit aufgenommen. In den Laboren arbeiten rund 160 Wissenschaftler sowie Mitarbeitende an der
Neues mikrobiologisches Forschungszentrum in Greifswald
13. April 2018
Chicago – Menschen, die gerne lange aufbleiben und sich morgens aus dem Bett quälen müssen, leiden laut einer prospektiven Kohortenstudie in Chronobiology International (2018; doi:
Nachteulen sterben früher
12. April 2018
Hamburg – Rund 94 Prozent der Teilnehmer an der NAKO-Gesundheitsstudie sind damit einverstanden, dass ihre im Rahmen der Studie erhobenen Primärdaten um Informationen der Krankenkassen ergänzt werden

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige