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Hochschulen

Lehre: Würzburger Studierende üben das Überbringen schlechter Nachrichten

Donnerstag, 2. März 2017

Würzburg – Medizinstudierende der Julius-Maximilians-Universität Würzburg bereiten sich mit Laienschauspielern auf Gesprächssituationen in der ärztlichen Praxis vor. Dabei steht nicht die Vermittlung von medizinischen Fakten im Vordergrund, sondern vornehm­lich das Vertrauen zwischen Arzt und Patient. Die Studierenden lernen, auf die Gefühle des Patienten einzugehen und eine Beziehung herzustellen. Besondere Herausforde­rungen stellen etwa das Überbringen schlechter Nachrichten oder eines unklaren Befun­des dar.

„Eine schwierige Rolle für den Arzt, denn er muss seiner Patientin ein Ergebnis mitteilen, das für sie kein richtiges Ergebnis ist“, so die Dozentin Antje Thierolf. Studien zufolge steigern die Gesprächstrainings die kommunikative Kompetenz der Studierenden und erhöhten ihre Gesprächssicherheit. Rückmeldungen der Studierenden seien bislang in hohem Maße positiv. Der geschützte Rahmen, innerhalb dessen Fehler noch ohne Folgen blieben, werde als Übungsmöglichkeit sehr geschätzt.

Ab dem zweiten Semester trainieren Medizinstudierende der Würzburger Universität Arzt-Patienten-Gespräche. Sie beginnen im Fach medizinische Psychologie und enden im zehnten Semester in der Chirurgie, wo die Studierenden Aufklärungsgespräche vor Operationen üben. Schauspieler-Patienten kommen darüber hinaus noch im Prakti­schen Jahr zum Einsatz, wenn die angehenden Ärzte gemeinsam mit Berufsfachschü­lern das Management von Notfallsituation trainieren. © hil/aerzteblatt.de

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