Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Rostocker Opferambulanz seit Jahren unterfinanziert

Mittwoch, 8. März 2017

Rostock – Trotz stetig steigender Fallzahlen in der Opferambulanz Rostock ist deren Personaldecke seit der Startphase der Einrichtung unverändert. Dies berichteten die Mitarbeiter der Opferambulanz der Justizministerin Mecklenburg-Vorpommerns Katy Hoffmeister (CDU) bei ihrem Besuch in der Einrichtung.

In der Opferambulanz können Opfer von Gewalttaten ihre Verletzungen gerichtsfest dokumentieren und beurteilen lassen. So bleiben im Fall einer späteren Anzeige Befunde und Beweise gesichert. „Wir erfassen Verletzungen auf dem ganzen Körper und nehmen Fotos auf. Mitunter erstellen wir, von der Staatsanwaltschaft beauftragt, noch Wochen später aus den Be­fun­den ein professionelles Gutachten“, erläutert Verena Blaas, Assistenzärztin in der Rechtsmedizin und Mitarbeiterin der Rostocker Opferambulanz.

Das Modellprojekt Opferambulanz ist 2011 mit weniger als 50 Fällen pro Jahr gestartet. 2016 waren es bereits 190. Da die Opferambulanz zunehmend bekannter werde, sei mit weiterhin steigenden Zahlen von Hilfesuchenden zu rechnen. Zudem sei ihr Einzugs­gebiet groß – ein Außeneinsatz mit langer Anfahrt könne mitunter einen halben Tag dauern.

Neben ihrer dokumentarischen Arbeit engagieren sich die Mitarbeiter zuneh­mend in Fortbildungen für Personal an Schulen, Kindertagesstätten, Behörden und der Staatsanwaltschaft. Das Modellprojekt entwickle sich wie gewünscht, eine halbe Perso­nal­stelle decke jedoch den Mehraufwand schon lange nicht mehr ab, so der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin, Andreas Büttner. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

13. April 2018
Berlin – Wissenschaftler wollen das Ausmaß sexualisierter Gewalt bei Beschäftigten im Pflegebereich untersuchen. Eine Vorstudie habe bereits Hinweise geliefert, dass Belästigungen oder sexualisierte
Forscher wollen sexualisierte Gewalt in der Pflege untersuchen
12. April 2018
Hannover – Nach Ansicht der Beschwerdestelle jugendschutz.net sollen Betreiber von Onlinediensten mehr gegen sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche tun. „Firmen sollten ihre Dienste so
Experten wollen mehr Schutz gegen sexuelle Übergriffe im Netz
5. April 2018
Berlin – Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, hat angemahnt, dass es bei der Versorgung von Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs
Missbrauchsbeauftragter fordert zusätzliche Kassenarztsitze für Traumatherapeuten
29. März 2018
Erfurt – In Thüringen sind im vergangenen Jahr 2.376 Frauen und 556 Männer Opfer häuslicher Gewalt geworden. Auch wenn die Thüringer Polizei 483 Fälle weniger als im Jahr 2016 registrierte, sei die
Fälle häuslicher Gewalt in Thüringen weiter auf hohem Niveau
28. März 2018
Schwerin – Häusliche Gewalt richtet sich in den Familien in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin vor allem gegen Frauen und Kinder. Wie Sozialstaatssekretär Nikolaus Voss in Schwerin mitteilte, wurden
Frauen und Kinder zumeist Opfer häuslicher Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern
22. März 2018
Paris – Frankreich setzt im Kampf gegen sexuelle Gewalt und Sexismus auf strengere Regeln. Die Regierung brachte gestern in Paris einen Gesetzentwurf auf den Weg, mit dem unter anderem sexuelle
Frankreich bringt härtere Gesetze gegen sexuelle Gewalt auf den Weg
21. März 2018
Jena – Das Pilotprojekt „A4“ in Jena zur Unterstützung männlicher Opfer von häuslicher Gewalt wird fortgesetzt. Bisher konnte das im Frühjahr gestartete und ursprünglich für ein Jahr geplante Projekt

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige