Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Diabetesrisiko weithin unterschätzt

Montag, 13. März 2017

Duisburg/Essen – Viele Menschen, die bereits erhöhte Blutzuckerwerte oder einen noch nicht diagnostizierten Diabetes haben, unterschätzen die Wahrscheinlichkeit, einen Dia­betes zu bekommen. Das berichtet eine Arbeitsgruppe der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.

Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie Daten von 2.000 Personen der soge­nannten KORA-Studie (Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg), die von ihrem Arzt noch keine Diabetesdiagnose erhalten hatten und keine Diabetes­medi­ka­mente einnahmen. Zunächst schätzten die Studienteilnehmer ein, für wie wahr­schein­lich sie es hielten, bereits an Diabetes erkrankt zu sein. Dann folgte der Blut­zucker­test. Die Teilnehmer, bei denen dieser Test einen – ihnen selbst noch unbe­kannten – Diabetes anzeigte, untersuchten die Wissenschaftler genauer.

74 Prozent dieser Teilnehmer stuften die Wahrscheinlichkeit, schon an Diabetes erkrankt zu sein, zuvor als gering oder sehr gering ein. Mehr als 70 Prozent aller Teilnehmer, die zwar noch keinen Diabetes, aber bereits erhöhte Blutzuckerwerte aufwiesen, gaben vor der Blutzuckermessung an, dass bei ihnen kein Risiko für einen späteren Diabetes vorliegt.

Die Betroffenen schätzen also ihren Gesundheitszustand häufig zu optimistisch ein. „Dies ist gerade bei Prädiabetes und Diabetes fatal, da die Betroffenen den Verlauf der Krankheit durch Lebensstil und Medikamente entscheidend beeinflussen können“, hieß es aus der Arbeitsgruppe. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22.08.17
Gesundheits­versorgung hat Einfluss auf Stimmabgabe zur Bundestagswahl
Berlin – Die Gesundheitsversorgung spielt bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl eine wichtige Rolle. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Instituts YouGov. Demnach halten 71 Prozent der Befragten das......
22.08.17
Typ-2-Diabetes: Sechs Faktoren bestimmen Hypoglykämierisiko
Oakland – Das Risiko von Patienten mit Typ-2-Diabetes, innerhalb des nächsten Jahres eine Hypoglykämie zu erleiden, wird im Wesentlichen von sechs Faktoren beeinflusst. Am stärksten gefährdet sind......
21.08.17
Fast jeder zweite Patient an deutscher Uniklinik hat Diabetes oder Prädiabetes
Tübingen – Jeder vierte Patient einer Universitätsklinik leidet an Diabetes, noch einmal so viele hatten in einer Prävalenzstudie in Experimental and Clinical Endocrinology & Diabetes (2017; doi:......
17.08.17
Schlafmangel erhöht Diabetesrisiko bereits im Kindesalter
London – Kinder, die zu wenig Schlaf bekommen, sind häufiger übergewichtig und sie hatten in einer Querschnittstudie in Pediatrics (2017; e20170338) häufiger eine Störung des Glukosestoffwechsels, der......
16.08.17
Typ-2-Diabetes: Intensive Lebensstil-Inter­vention kann Medikamente ersetzen
Kopenhagen – Sport und eine gesunde Ernährung haben in einer randomisierten kontrollierten Studie aus Dänemark den HbA1c-Wert verbessert und vielen Patienten eine Dosissenkung ihrer Medikamente......
16.08.17
Wiesbaden – Krebs bleibt für die Deutschen die am meisten gefürchtete Erkrankung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag von AbbVie Deutschland. Demnach wird Krebs deutlich bedrohlicher......
11.08.17
Die weltweite Zahl an Erblindeten droht wieder anzusteigen
Oxford/Cambridge/Heidelberg – Weltweit sind schätzungsweise 36 Millionen Menschen erblindet. Diese Zahl könnte bis 2050 auf rund 115 Millionen ansteigen, so ein Bericht des Lancet Global Health (2017;......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige