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Deutschland verfügt über 300 zertifizierte Stroke Units

Montag, 13. März 2017

Berlin – In Deutschland steht ein dichtes Netz von spezialisierten Schlaganfall-Stationen für die Versorgung der Patienten zur Verfügung. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe haben jetzt mit der Klinik für Neuro­logie und Frührehabilitation an den Kreiskliniken Reutlingen die 300. Einrichtung zerti­fiziert. Laut der DSG ist die Versorgung damit nahezu flächendeckend gewährleistet. Stroke Units ermöglichten eine umfassende Behandlung der Patienten und seien zudem auch die regionalen Organisationszentralen für das Management von Schlaganfall­patienten.

„Die immer stärkere Verbreitung der Stroke Units zeigt, dass sich diese Einrichtungen als Spezialeinheiten zur Behandlung von Schlaganfällen längst bewährt haben“, sagte Michael Brinkmeier, Vorstand der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

DSG und Schlag­anfall-Hilfe unterscheiden bei den Stroke Units zwischen regionalen und überregionalen Einrichtungen. „Wichtig für die Zertifizierung zu einer überregionalen Stroke Unit ist unter anderem, dass mindestens zwei Neuro-Interventionalisten vor Ort sind, die eine Thrombektomie anbieten können“, erläutert Wolf-Rüdiger Schäbitz, Pressesprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG).

Beide Organisationen fordern, akute Schlaganfallpatienten müssten regelhaft in Krankenhäusern mit Stroke Units behandelt werden. Dazu müsse allerorts sichergestellt werden, dass der Rettungs­dienst oder der Notarzt die Betroffenen nur in Kliniken mit Stroke Units bringe. © hil/aerzteblatt.de

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