Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Niederlande: Keine Änderung bei Sterbehilfe für Demenzpatienten

Dienstag, 14. März 2017

Amsterdam – Die niederländische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Edith Schippers will die Regeln zu aktiver Sterbehilfe für Demenzpatienten nicht verändern. Das schreibt die Ministerin in einer Antwort auf eine Frage von zwei Abgeordneten, wie das niederländische Mag­azin Medisch Contact berichtet. Die Ministerin weise in ihrer Antwort darauf hin, dass aktive Sterbehilfe für Menschen mit fortgeschrittener Demenz „sehr außergewöhnlich“ sei. In den vergangenen 15 Jahren habe es nur fünf Fälle gegeben, in denen aktive Sterbehilfe aufgrund einer früheren schriftlichen Erklärung erteilt worden sei.

Im Februar hatten 148 Ärzte in den Niederlanden eine Petition gegen aktive Sterbehilfe bei Demenzpatienten unterzeichnet. Sie sprachen sich dagegen aus, jemandem auf­grund einer Patientenverfügung aktive Sterbehilfe zu erteilen, wenn er nicht mehr deutlich machen könne, ob er dies tatsächlich wolle.

Ende 2015 hatte die niederländische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Edith Schippers einen Leitfaden für aktive Sterbehilfe bei fortgeschrittener Demenz veröffentlicht. Trotzdem sind viele Ärzte unsicher, was erlaubt ist. Denn auch bei Patienten mit einer fortge­schrittenen Demenzerkrankung soll vor der Erteilung von Sterbehilfe geprüft werden, ob sie unerträglich leiden.

Im Januar war zum ersten Mal eine Ärztin von der Sterbehilfe-Überprüfungs-Kommis­sion (RTE) gerügt worden. Es sei nicht eindeutig geklärt gewesen, ob die Demenz­patientin die Sterbehilfe zu dem Zeitpunkt, als sie erteilt wurde, tatsächlich wollte. © kna/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

17. Mai 2018
Berlin – Seit dem 2. März 2017 sind beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 104 Anträge auf Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung gestellt worden.
Bundesinstitut hat 104 Anträge auf Sterbehilfe erhalten
14. Mai 2018
Hamburg – Die Bundesregierung weigert sich laut einem Bericht des Spiegel, ein umstrittenes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts umzusetzen. Das Gericht hatte im März 2017 geurteilt, dass das
Suizidbeihilfe: Bundesregierung setzt Urteil nicht um
10. Mai 2018
Basel – Der 104 Jahre alte Australier David Goodall ist tot. Der Wissenschaftler habe heute in Anwesenheit mehrerer Enkelkinder eine tödliche Infusion erhalten und sei kurze Zeit später gestorben,
Australier Goodall nach tödlicher Infusion verstorben
4. Mai 2018
Den Haag – In den Niederlanden haben im vergangenen Jahr sieben Menschen unter 30 Jahren aktive Sterbehilfe in Anspruch genommen. 2016 seien es zwei Personen unter 30 Jahren gewesen, berichteten
Sieben Niederländer unter 30 Jahren beanspruchten aktive Sterbehilfe
3. Mai 2018
Sydney – Weil er seines Lebens nach 104 Jahren müde ist, hat sich Australiens ältester Wissenschaftler auf den Weg zur Sterbehilfe in die Schweiz gemacht. David Goodall trug ein Hemd mit der
Australiens ältester Wissenschaftler zu Sterbehilfe in der Schweiz aufgebrochen
2. Mai 2018
Berlin – Die Rechtmäßigkeit des Erwerbs von Betäubungsmitteln für die Sterbehilfe ist Thema einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion. Laut Medienberichten sind beim Bundesinstitut für Arzneimittel und
FDP fragt nach Erwerb von Betäubungsmitteln für Sterbehilfe
10. April 2018
Reims – Neues Kapitel im Fall des langjährigen Komapatienten Vincent Lambert: Das medizinische Team des Krankenhauses CHU Reims hat sich für einen Behandlungsstopp ausgesprochen. „Alles wurde nach den

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige