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Vermischtes

Therapieangebot für Männer mit pädophiler Neigung gut angenommen

Dienstag, 14. März 2017

Hannover – Rund 1.300 Männer haben bislang Kontakt mit dem Büro des Präventions­projekts „Kein Täter werden“ in Hannover aufgenommen. Das ist die Fünf-Jahres-Bilanz der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), an der das Projekt 2012 gestartet ist. Ziel ist es, über ein anonymes, kostenloses und unter ärztlicher Schweigepflicht stehen­des Therapieangebot Männer mit einer pädophilen Neigung zu erreichen, gegen die zum aktuellen Zeitpunkt kein Ermittlungs- oder Strafverfahren vorliegt.

Über den Einsatz psychotherapeutischer Verfahren sowie der Möglichkeit einer medika­mentösen Begleittherapie sollen diese Männer in die Lage versetzt werden, ihre Nei­gung zu kontrollieren und keine Straftaten zu begehen. Der MHH zufolge nahmen bisher rund 250 Patienten das Angebot mit Beratung, Diagnostik und Therapie ganz oder teilweise in Anspruch. „Die weiterhin hohe Anzahl an Kontaktaufnahmen bestätigt die Notwendigkeit des Therapieangebots“, sagte Uwe Hartmann, Leiter des Standortes an der MHH.

Neben dem Therapieangebot soll das Präventionsprojekt auch Erkenntnisse zu den Ursachen pädophiler Neigungen liefern und so mittelfristig zu einer Verbesserung der Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten beitragen.

Laut MHH leben in Deutschland rund 250.000 Menschen mit einer „pädophilen Präfe­renzstörung“, davon 10.000 in Niedersachsen. Männer mit Pädophilie haben ein erhöh­tes Risiko, Straftaten gegenüber Kindern zu begehen. Hierzu zählen sexuelle Übergriffe oder der Konsum von Missbrauchsabbildungen, sogenannter „Kinderpornografie“. © hil/sb/aerzteblatt.de

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