Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Wenige Daten zu sozialer Ungleichheit und Lebenserwartung

Freitag, 17. März 2017

Berlin – Der Bundesregierung liegen laut eigenen Angaben nur wenige Daten zu den Auswirkungen sozialer Ungleichheit auf Sterblichkeit und Lebenserwartung vor. Wie die Regierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Links-Fraktion schreibt, gab es in den vergangenen 16 Jahren nur wenige „aussagekräftige Studien“ zu diesem Thema. Auch zur Frage, wie sich die sozialen Unterschiede im Krankheitsgeschehen der ver­gangenen Jahre entwickelten, gebe es wenige belastbare Untersuchungen.

Zugleich verweist die Regierung auf ihren Armuts- und Reichtumsbericht sowie die entsprechenden Auswertungen des dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium unter­stehen­den Robert-Koch-Instituts (RKI). Demzufolge gebe es einen „engen Zusammenhang zwischen der sozialen und der gesundheitlichen Lage“.

Die Bundesregierung schreibt in ihrer Antwort weiter, dass aus einer Vielzahl von Studien hervorgehe, dass Arbeitslose kränker seien und sich dieses Problem mit Dauer der Arbeitslosigkeit weiter verschärfe. Zugleich hebt die Bundesregierung das im Juli 2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz sowie die Arbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor. Diese nehme seit Jahren „besonders auch vulne­rable Bevölkerungsgruppen in den Blick“.

Die Obfrau für die Links-Fraktion im Bundestagsgesundheitsausschuss, Birgit Wöllert, kommentierte die Antworten der Bundesregierung mit den Worten: „Lebenserwartung und Gesundheit gehören für die allermeisten Menschen zum Wichtigsten, was zählt. Und seit zehn Jahren gibt es kaum Studien dazu und kaum Maßnahmen zur Verbesse­rung.“ © kna/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

13.02.18
Jeder dritte Alleinstehende von Armut bedroht
Berlin – Fast jeder dritte Alleinstehende in Deutschland ist von Armut bedroht. Nach den jüngsten Zahlen des europäischen Statistikamts Eurostat waren dies 2016 32,9 Prozent der Alleinstehenden. Zehn......
07.02.18
Studie: Armutsrisiko von Familien erhöht sich mit jedem Kind
Gütersloh – Die Entscheidung für Familienzuwachs ist nicht zuletzt eine finanzielle Frage: Denn das Armutsrisiko von Familien erhöht sich mit jedem weiteren Kind, wie aus einer heute veröffentlichten......
05.02.18
Kinderhilfswerk fordert mehr Aufmerksamkeit für Kinderarmut
Berlin – Zur Bekämpfung von Kinderarmut in Deutschland hat das Deutsche Kinderhilfswerk von der Politik eine Gesamtstrategie gefordert. Ein ressortübergreifender Plan zwischen Bund, Ländern und......
02.02.18
Chronische Erkrankungen fördern frühen Krebstod
Houston – Acht kardiovaskuläre Risikofaktoren beziehungsweise chronische Erkrankungen könnten laut einer prospektiven Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2018; 360: k134) für ein Fünftel......
26.01.18
Mehr Notarzteinsätze in sozial benachteiligten Stadtteilen
Köln – Notärzte im Rettungsdienst sind häufiger in ärmeren Stadtgebieten unterwegs. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgruppe um Christoph Hanefeld vom St.-Elisabeth-Hospital, Bochum, im Deutschen......
23.01.18
Studie: Mehr Sozialausgaben machen Bevölkerung gesünder
Calgary – Eine verbesserte medizinische Versorgung allein macht die Bevölkerung nicht automatisch gesünder. Nach einer Studie im Canadian Medical Association Journal (2018; 190: E66–E71) muss das......
22.01.18
Keine soziale Selektion bei der Herzinfarkt­versorgung
Bremen – Bremer Bürger aus sozial benachteiligten Stadtteilen erleiden häufiger einen Herzinfarkt als Personen aus Vierteln mit hohem sozialem Status. Bei der akuten Behandlung von Betroffenen scheint......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige