Vermischtes

Übernahmekandidat Stada verspricht neues Wachstum

Freitag, 17. März 2017

Bad Vilbel – Der Arzneimittelhersteller Stada macht sich mit höheren mittelfristigen Geschäftszielen attraktiver für eine mögliche Übernahme. Man habe „weitere signifi­kante Wachstumspotenziale“ identifiziert und Initiativen mit „deutlich positiven Effekten“ gestartet, erklärte Vorstandschef Matthias Wiedenfels heute. Für das Geschäftsjahr 2019 erwarte das Unternehmen nun einen bereinigten Umsatz zwischen 2,65 und 2,7 Milliarden Euro und einen Konzerngewinn von 250 bis 270 Millionen Euro, teilte Stada mit.

Bisher hatte der Konzern beim Erlös mit 2,6 Milliarden Euro und beim Gewinn mit 250 Millionen Euro gerechnet. Auch der bereinigte Gewinn (Ebitda) soll zulegen. Die Aktie gab dennoch leicht nach. Mit dem Schritt zielt Stada auf einen noch höheren Über­nahmepreis.

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Erst am Donnerstagabend hatte das Unternehmen Gespräche mit den beiden Bieter­gruppen aus den Finanzinvestoren Advent und Permira sowie Bain und Cinven vertagt, um den Preis hochzutreiben. Vorstand und Aufsichtsrat seien der Meinung, dass die bislang vorgelegten Offerten noch nicht den Wert des Unternehmens „vollständig wider­spiegeln“, hieß es.

Zuletzt hatte Advent rund 3,6 Milliarden Euro für Stada geboten. Die Beteiligungs­gesellschaft hatte verkündet, 58 Euro je Aktie plus die Dividende von 0,72 Euro für 2016 zahlen zu wollen.

Grund für die höheren Ziele sind laut Stada ein stärkeres Geschäft mit Generika, ein laufendes Optimierungsprogramm und zusätzliche Einsparpotenziale, etwa in Einkauf und Produktion. Details will Stada bei der Bilanzvorlage am kommenden Donnerstag vorstellen.

Mit den neuen Zielen soll auf die Effizienz im Unternehmen steigen. Stada will in der Sparte Generika 2019 vier große Biosimilars – Nachahmerprodukten für biotechnolo­gisch hergestellte Arzneien – herausbringen. Zudem soll die Schlagkraft im Vertrieb steigen. Im Bereich Markenprodukte, zu dem der Schlager Grippostad gehört, sollen ferner sieben Medikamente auf internationale Märkte gebracht werden.

2016 hatte laut früheren Angaben der Geschäftsumbau das Ergebnis belastet: Zwar stieg der Umsatz nach vorläufigen Zahlen um zwei Prozent auf 2,15 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) fiel aber leicht. Wertberichtigungen unter anderem wegen der Einstellung des Brasilien-Geschäfts und des Rückzugs aus Ägypten wirkten sich negativ aus, auch Währungseffekte belasteten. Unter dem Strich verdiente Stada mit 92,9 Millionen Euro 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. © dpa/aerzteblatt.de

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