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Vermischtes

Medizintechnologie mit den meisten Patenten

Montag, 20. März 2017

München/Berlin – Mit 12.263 beim Europäischen Patentamt (EPA) in München einge­reich­ten Patentanträgen führt die Medizintechnik auch 2016 die Liste der Technologie­bereiche an. Das berichtet der Bundesverband Medizintechnik auf Basis des neuen EPA-Jahresberichtes für 2016. Danach erreichte die Zahl der Med-Tech-Patent­anmeldungen im vergangenen Jahr fast das Rekordniveau des Vorjahres (12.531). Auf dem zweiten Rang folgte die digitale Kommunikation (10.915 Anmeldungen) vor der Computertechnik (10.657).

Auch wenn unter den zehn Unternehmen der Med-Tech-Branche mit den meisten Patenten nur ein deutsches ist – nämlich Fresenius mit 125 Patenten –, hat eine neue Studie des Bundeswirtschaftsministeriums die große Bedeutung der Medizintechnik für die Gesundheitswirtschaft in Deutschland betont. Demnach ist die Medizintechnik neben dem Pharmabereich der wesentliche Pfeiler der industriellen Gesundheitswirtschaft (IGW) mit einem Anteil von rund einem Fünftel der Bruttowertschöpfung. Die IGW selbst ist laut der Studie wiederum eine der größten und bedeutendsten Teilbranchen der Gesundheitswirtschaft in Deutschland mit einem Anteil an der Bruttowertschöpfung von 21,3 Prozent.

Nach Einschätzung des Industrieverbands Spectaris wird die deutsche Medizintechnik 2017 ihren Wachstumskurs fortsetzen. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einem Umsatzplus von mindestens vier Prozent. Auch höhere Zuwächse werden für möglich gehalten, sofern sich die positiven Konjunkturprognosen für die Weltwirtschaft erfüllen. „Experten erwarten bis 2025 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Weltmarktes für Medizintechnik von rund sechs Prozent. Wir gehen davon aus, dass die deutschen Hersteller als drittgrößter Medizintechnikproduzent weltweit dabei mindestens mit dem Markt wachsen“, sagte Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbandes Medizin­technik bei Spectaris.

Wachstumshemmend könnten aber ein zunehmender Protektionismus, ein stärkerer Nachfragerückgang in China, geopolitische Spannungen oder eine Wiederaufleben der Finanzkrise wirken, so der Branchenverband. © hil/aerzteblatt.de

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