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Ärzteschaft

Allgemeinmediziner warnen vor Scheitern bei der Reform des Medizinstudiums

Montag, 20. März 2017

Berlin/Frankfurt – Vor einem Scheitern des sogenannten Masterplans Medizinstudium 2020 warnen der Deutsche Hausärzteverband und die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). „Die Vorschläge, die auf dem Tisch liegen und die wir jetzt seit Jahren diskutieren, sind gut! Darüber sind sich ja auch alle politischen Akteure einig. Wenn der Masterplan Medizinstudium 2020 jetzt aufgrund der fehlenden Finanzierung trotzdem scheitern sollte, dann hätte das fatale Folgen für die hausärztliche Nachwuchssicherung“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt.

Reform ist Teil des Koalitionsvertrages 

Die Kultusministerkonferenz hatte ihre Entscheidung zum Masterplan am vergangenen Donnerstag überraschend von ihrer Agenda genommen. Laut der Präsidentin der Konferenz, Susanne Eisenmann (CDU) aus Baden-Württemberg, ist bisher „die Finan­zierung wesentlicher Teile des Masterplans ungewiss”. Die vollständige Umsetzung der Reform sei aus Sicht der Wissenschaftsministerien der Länder nur möglich, wenn hierfür zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt würden, betonte Eisenmann. „Wir erwarten von der Politik, dass sie ihr Versprechen, das Medizinstudium zu reformieren und endlich an die Realitäten der Versorgung anzupassen, einhält“, sagte Weigeldt und erinnerte daran, dass die Reform Teil des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und SPD von 2013 sei.

Mangelnder Mut der Verantwortlichen

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Auch die DEGAM zeigte sich von der Entscheidung der Kultusministerkonferenz ent­täuscht. „Die Tatsache, dass jetzt entgegen aller Beteuerungen der Masterplan 2020 auf Eis gelegt wird, ist eine schlechte Nachricht“, sagte die Präsidentin der Fachgesellschaft, Erika Baum. Sie zeuge „von mangelndem Mut der Verantwortlichen, sinnvolle und im Interesse guter Patientenversorgung sogar dringend notwendige Reformen konsequent umzusetzen“, so Baum. „Damit wird ein verbindlich im Koalitionsvertrag festgelegtes Ziel nicht realisiert und die bereits breit konsentierte Verbesserung der Ausbildung unserer zukünftigen Ärzte auf unverantwortliche Weise verzögert“, warnte die DEGAM-Präsi­den­­tin.

Der Entwurf des Masterplans Medizinstudiums 2020 sieht unter anderem eine Stärkung der hausärztlichen Versorgung im Studium vor. Dafür soll die Allgemeinmedizin ver­pflich­tendes mündliches Prüfungsfach im dritten Staatsexamen werden. Außerdem sollen Medizinstudierende im Rahmen des Praktischen Jahres (PJ) drei Monate in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung verbringen. Darüber hinaus sollen Lehrstühle für Allgemeinmedizin an allen medizinischen Fakultäten eingerichtet werden. © hil/aerzteblatt.de

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ede65
am Dienstag, 21. März 2017, 16:33

Ausbildung und PJ sind nur die Lösung 2ter Ordnung

Die jungen Mediziner/Menschen wissen gnaz genau was sie wollen und spätestens nach dem PJ wissen sie wie der Hase läuft. Eine Karriere in der Klinik ist der schlimmste Weg, die Risiken, die Arbeitsbelastung und die vergleichweise schlechten Einkünfte nach abzug alle Unkosten schrecken besonders von der Tätigkeit als Hausarzt ab. Interessanter Weise sind in meinen Allgeminmedizin Kursen ganz viele Fachärzte anderer Richtung (wie ich) die unbedingt aus der Klinik weg wollen und Algemeinmedizin machen.
Work life Balance und Gehalt müssen stimmen, dann werden wieder neue Allgemeinmediziner kommen. Politisch ist aber gewollt das Gesundheitswesen immer mehr in die Hände von Konzernen zu legen. Die versprechen den verantwortlichen Politikern viel, halten aber nur ihre Versprechen gegenüber den Aktionären. Das können sie nur auf Kosten der Patienten und Angestellten. Die Qualität der Medizin und versorgung der Patienten (nicht mit Geräten) nimmt immer mehr ab und Burn out in den Kliniken ist die Diagnose mit den meisten Krankheitstagen.

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