Ausland

Trumps Gegenentwurf zu Obamacare soll nachgebessert werden

Montag, 20. März 2017

Washington – Das von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Nachfolgemodell zur Ablösung der Gesundheitsreform Obamacare steht vor der Abstimmung im Repräsentantenhaus vor weiteren Korrekturen. Das deutete der republikanische Sprecher Paul D. Ryan am Sonntag im Sender Fox News an. Zur Diskussion stehe eine zusätzliche Unterstützung für ältere Amerikaner beim Abschluss einer Krankenkassen­versicherung. Wörtlich sagte er: „Wir denken, dass wir noch mehr Hilfe anbieten sollten, als das, was der Entwurf vorsieht.“

Die Gruppe der über 50- bis 65-Jährigen und deren Versicherungsschutz spielen bei den Verhandlungen innerhalb der Republikanischen Partei eine entscheidende Rolle. Bei dieser Altersgruppe sind höhere Arzt- oder Krankenhauskosten als bei Jüngeren zu verzeichnen.

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Für die Kritiker vom rechten Rand der Partei enthält das Gesetz noch zu viele Elemente von Obamacare. Dagegen bemängeln moderate Republikaner, Millionen Amerikaner könnten den Zugang zu einer bezahlbaren Versicherung verlieren. US-Präsident Donald Trump bemüht sich derzeit bei Gesprächen in seinem Domizil in Mar-a-Lago in Florida darum, parteiinterne Abweichler auf Linie zu bringen.

Mit einer Abstimmung über Trumps Gesundheitspaket im Repräsentantenhaus wird am Donnerstag gerechnet. Danach muss auch der Senat der Reform zustimmen. Dort haben die Republikaner nur eine hauchdünne Mehrheit von zwei Stimmen.

Der sogenannte Affordable Care Act von 2010 war eines der umfangreichsten Gesetze aus der ersten Amtszeit von Trumps Vorgänger Barack Obama. Durch Obamacare wurde eine verpflichtende Krankenversicherung für alle Amerikaner eingeführt. Zudem verbot das Gesetz Anbietern, Menschen mit Vorerkrankungen von einer Kranken­ver­sicherung auszuschließen. Junge Leute im Alter bis 26 durften sich bei den Eltern mit­versichern. Kritiker bemängeln unter anderem stark steigende Beiträge. © kna/aerzteblatt.de

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