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Medizin

LDL-Cholesterin­werte langfristig senken mit nur einer siRNA-Injektion

Mittwoch, 22. März 2017

Cholesterin im Blut steigert das Risiko für Gefäßverkalkung und Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. /supparsorn stock.adobe.com
Befindet sich zu viel Cholesterin im Blut, steigt das Risiko für Gefäßverkalkung und Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. /supparsorn stock.adobe.com

Berlin/London – Bereits die einmalige Therapie mit einer Ribonukleinsäure schützt Patienten mit einem hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor erhöhten LDL-Cholesterinwerten. Mit einer small-interfering RNA (siRNA) ist es Forschern gelungen, das Protein PCSK9 auszuschalten und somit die LDL-Cholesterinwerte zu senken. Die Ergebnisse der klinischen Studie wurden im New England Journal of Medicine publiziert (2017; doi: 10.1056/NEJMoa1615758).

Zu viel Cholesterin im Blut steigert das Risiko für Gefäßverkalkung. Besonders gefährdet sind Hochrisiko-Patienten, die aufgrund einer erblichen Erkrankung unter sehr hohen LDL-Cholesterinwerten leiden. Bei diesen Patienten hindert das Protein PCSK9 (Pro­prote­in-konvertase Subtilisin/Kexin Typ 9) die Leber daran, das LDL-Cholesterin aus dem Blut zu entfernen.

Die Forscher um die beiden Erstautoren Ulf Landmesser, Direktor der Klinik für Kardio­logie an der Charité am Campus Benjamin Franklin und Kausik Ray vom Imperial College London, nutzten in ihrer Studie siRNAs, um das schädliche PCSK9 auszu­schalten. Gelangt nämlich doppelsträngige siRNA in die Zelle, wird diese von einem bestimmten Komplex (RISC Komplex) gebunden. Dieser verhindert dann je nach Basenabfolge der siRNA zielgerichtet die Translation der komplementären messenger RNA zum Protein, in diesem Fall PCK9.

Insgesamt erhileten 501 Hochrisiko-Patienten mit erhöhten LDL-Cholesterinwerten subkutan entweder verschiedene Dosierungen des siRNA-haltigen Wirkstoffes Inclisiran oder ein Placebo. Es zeigte sich, dass Inclisiran die Menge des Proteins PCK9 erfolg­reich senke. Auch die LDL-Cholesterinwerte sanken daraufhin signifikant um bis zu 41,9 Prozent nach einer einzelnen und um bis zu 52,6 Prozent nach einer zweifachen Dosis.

„Besonders interessant ist für uns der langanhaltende Effekt der Behandlung, der bereits nach einer einmaligen Gabe noch über neun Monate lang sichtbar war“, kom­men­tiert Landmesser die Studie. „Im nächsten Schritt wollen wir die Behandlung jetzt in einem großen klinischen Studienprogramm als neue Therapie zur Vermeidung des Herzinfarkts und Schlaganfalls bei Hochrisiko-Patienten weiterentwickeln“, fügt er hinzu. © gie/aerzteblatt.de

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Heilpraktiker_Jurisch
am Donnerstag, 23. März 2017, 07:30

fragliche Schlussfolgerungen

Wenn man sich überlegt, wie viel Menschen es mit einer genetischen LDL-Disposition gibt und den Aufwand dieser Studie sieht, diesen Aufwand dann mit dem "Nichtaufwand" für andere Krankheiten vergleicht, dann kommt man schnell zu dem Schluss, dass die eigentliche Zielgruppe niemals die genannte sein soll - in der Zukunft. Es wird darauf hinaus laufen, dass man mit dieser Pille dann an den Markt geht um einen Verkaufsvorteil zu haben. Dann wird dieses "Medikament" allen mit erhöhten Werten verschrieben werden und somit muss man dann ja nichts weiter machen, denn der Dauerpatient ist somit ein weiteres Mal gesichert. Sollte jemand daran Zweifel haben, dann empfehle ich die Erklärungen zu Verbindungen zur Pharma zu lesen... sehr aufschlussreich. Man kann es ja verstehen, wenn man anstatt neuer Studien und Medikamente sich einfach mehr auf schon vorhandene Erkenntnisse konzentrieren würde, zum Beispiel einer gesunden, vollwertigen, rein pflanzenbasierten Ernährung zur Senkung der Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos durch natürliche Senkung der Fettwerte, dann bringt das keinen Profit für die Pharmakonzeren und vor allen keine Ausschüttungen für die Shareholder.

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