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Entzündlich rheumatische Erkrankungen: Antihypertensiva und Statine prophylaktisch einsetzen

Donnerstag, 30. März 2017

Entzündliches Rheuma betrifft nicht nur Gelenke, auch das Herz kann darunter leiden. /underdogstudios stock.adobe.com

Berlin – Kardiovaskuläre Komorbiditäten treten bei rheumatisch entzündlichen Erkrankungen immer mehr in den Vordergrund. Dadurch erhöht sich die Mortalität im Langzeitverlauf, schreiben Ärzte des Rheumazentrums Ruhrgebiet in Herne, der Universitätskliniken Düsseldorf und Essen sowie des Rheumazentrums München in einer Übersichtsarbeit, die im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde (Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 197–203). Sie empfehlen daher, das Herzrisiko bei Rheuma-Patienten alle fünf Jahre bei der Primärversorgung zu evaluieren.

Bei etwa 70 bis 80 Prozent der Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), axialer Spondyloarthritis (axSpA), Psoriasisarthritis (PsA) beziehungsweise systemischem Lupus erythematodes (SLE) ist auch das Herz betroffen, beispielsweise in Form einer Perikarditis, Myokarditis oder Vaskulitis. Basierend auf einer Literaturrecherche haben die Autoren um Jürgen Braun vom Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne die Herzbeteiligung bei verschiedenen entzündlich rheumatischen Erkrankungen untersucht. Für RA-Patienten lag die Odds Ratio in Bezug auf die Normalbevölkerung mit 12,5 am höchsten bei Herzklappenknoten. Hingegen war eine Aorteninsuffizienz eher unwahrscheinlich (OR: 1,7).

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Rheumatologen müssten daher bei ihren Patienten auch auf die klassischen Risikofaktoren, wie arterielle Hypertonie und Hypercholesterinämie, achten, heißt es in der Studie. Antihypertensiva und Statine sollten Ärzte bereits zur Primärprophylaxe verabreichen, wenn dies den Leitlinien und Empfehlungen entspricht. Vor allem in Bezug auf ältere Patienten mit erhöhtem kardialen Risiko weisen die Autoren darauf hin, dass nicht-steroidale Antirheumatika nur nach Risikoabwägung erfolgen dürften. © gie/aerzteblatt.de

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