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Vermischtes

Milliardär will menschliches Gehirn mit Computern vernetzen

Dienstag, 28. März 2017

/sveta, stock.adobe.com

Los Angeles – Als Elon Musk im vergangenen Jahr davon sprach, das Gehirn direkt an Computer anzuschließen, klang das nach Fantastereien eines exzentrischen Milliardärs. Doch jetzt wird bekannt, dass der Chef von Tesla und SpaceX tatsächlich daran arbeitet. Dem Wall Street Journal zufolge erforscht der Tech-Milliardär in einer neuen Firma, wie das menschliche Gehirn direkt mit Computern vernetzt werden kann. Der 45-Jährige sei an dem Unternehmen Neuralink beteiligt, das entsprechende Elektroden entwickeln will, berichtete das Blatt.

Musk hatte bereits bei einem Konferenzauftritt im vergangenen Jahr gesagt, dass er künstliches Nervengewebe zum Verbinden mit Computern für eine wichtige Zukunfts­tech­nologie halte. Das könne Menschen helfen, mit der künftigen Intelligenz mit­zuhalten, vor deren möglichen Übermacht Musk mehrfach warnte.

Musk sprach damals von einem „direkten Interface zur Hirnrinde“, insgesamt blieb er aber vage, und deshalb war unklar, ob es ein konkretes Projekt oder eine Technik-Fan­tasie ist. Musk will auch Menschen zum Mars bringen und schlug das Transportsystem Hyperloop vor – eine Art riesige magnetbetriebene Rohrpost, die Menschen und Waren mit über 1.000 Kilometern pro Stunde befördern soll. Mehrere Unternehmen versuchen derzeit, Hyperloop-Trassen zu bauen.

Das Wall Street Journal sprach mit einem der Neuralink-Mitarbeiter, der sich als Mitglied des Gründerteams bezeichnete und eine Beteiligung von Musk an dem Projekt bestätig­te. Die Firma sei aber noch in der „Embryo“-Phase, zitierte ihn das Blatt. Neuralink sei im vergangenen Juli in Kalifornien als Unternehmen zur Medizinforschung registriert worden. Nach Informationen der Zeitung sei auch über eine Investition mit dem Milliar­där Peter Thiel gesprochen worden. Thiel, den Musk seit der gemeinsamen Gründung von Paypal kennt, ist einer der wenigen passionierten Unterstützer von US-Präsident Donald Trump im Silicon Valley. © dpa/aerzteblatt.de

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