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Vermischtes

Internetportal soll Opfer von Genitalverstümmelung unterstützen

Donnerstag, 30. März 2017

Düsseldorf – Mit dem neuen Bildungsportal „Kutairi“ soll der Schutz und die Hilfe für von Genitalverstümmelung bedrohten oder betroffenen Mädchen und Frauen verbessert wer­den. Hier finden beruflich und ehrenamtlich Tätige unter anderem schnell zugäng­liche Informationen zur weiblichen Beschneidung, teilte das nordrhein-westfälische Gesund­heitsministerium zur Freischaltung des Portals in Düsseldorf mit. Für vertiefen­des Hintergrundwissen gebe es Online-Seminare und Gespräche mit Experten.

„Genitalverstümmelung ist eine schwere Körperverletzung und muss gestoppt werden“, sagte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne). Laut einer aktuellen Studie ist die Zahl der Betroffenen in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren um 28,5 Pro­zent gestiegen. Ende 2016 lebten knapp 48.000 betroffene Frauen in der Bundesre­publik. Die Untersuchung wurde von der Dachorganisation von Nichtregierungsorga­nisa­tio­nen gegen weibliche Genitalverstümmelung „Integra“ herausgegeben.

„Mädchen und Frauen leiden ihr Leben lang unter den Folgen“, so Steffens. Betroffene schwiegen oft aus Scham. Ihre Bedrohung und ihr Leiden sollten mit Hilfe des Portals besser erkannt werden. Mitarbeitende in Flüchtlingsunterkünften oder Beratungsstellen hätten oft kein Vorwissen über die Praxis der weiblichen Beschneidung. © kna/aerzteblatt.de

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