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Verein will bessere Vernetzung bei Versorgung Sterbender

Donnerstag, 30. März 2017

Berlin – Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat eine bessere Ver­netzung der Akteure bei der Versorgung schwerstkranker und sterbender älterer Men­schen gefordert. „Das Hospiz- und Palliativgesetz hat grundlegende Verbesserungen ge­bracht, aber es gibt weiteren Handlungsbedarf“, sagte Vorstand Michael Löher ges­tern in Berlin. Besonders auf dem Land brauche es eine regionale Zusammenarbeit, um eine Ver­sorgung in der Nähe des Wohnortes zu ermöglichen. In der ambulanten Versor­gung sollten die weiteren Entfernungen angemessen finanziert werden.

Nach Löhers Worten äußern die meisten Menschen den Wunsch, in ihrer vertrauten Um­gebung, im Kreise der Familie und anderer Vertrauenspersonen zu sterben. Tat­sächlich aber sterben demnach rund drei Viertel aller Menschen in Krankenhäusern oder in sta­ti­o­nären Pflegeeinrichtungen, darunter 30 Prozent der Bewohner im ersten Vierteljahr nach ihrem Einzug.

„Die Stärkung einer Kultur der hospizlichen Begleitung und Palliativversorgung in allen Einrichtungen der Pflege ist ebenso vonnöten wie bessere Rahmenbedingungen für die Palliativversorgung in der Häuslichkeit“, so Löher. Ärzte, medizinisches Personal und an­dere beteiligte Berufsgruppen sollten daher besser für den Umgang mit Sterbenden geschult werden. Die Empfehlungen beziehen sich auch auf den besonderen Bedarf von Menschen mit Demenz, Behinderung oder einem Migrationshintergrund.

Der Deutsche Verein ist das gemeinsame Forum für alle Akteure in der sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts. © dpa/aerzteblatt.de

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