Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Neuer Psychotherapie­vertrag in Baden-Württemberg startet Anfang April

Donnerstag, 30. März 2017

Stuttgart – Anfang April startet in Baden-Württemberg ein neuer Facharztvertrag Psy­cho­­therapie. Partner sind Medi Baden-Württemberg und die Techniker Krankenkasse (TK). „Wir freuen uns, dass wir damit offensichtlich ein attraktives Angebot unterbreiten konnten. Denn 330 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten möchten bislang auf dieser Basis TK-versicherte Patienten versorgen“, sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Lan­­desvertretung Baden-Württemberg.

Laut Medi liegt die Vergütung im Rahmen des Vertrages zwischen 20 und 40 Prozent höher als im Kollektivvertrag. Außerdem fielen ein Großteil der Antrags- und Genehmi­gungs­verfahrens weg. Eine Ausnahme bildet nur die analytische Psychotherapie. Daher sei ein zeitnaher Therapiebeginn bei Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie ohne vorheriges Genehmigungsverfahren möglich. Zudem sei wegen zusätzlicher Verfahren die Therapiefreiheit größer, zum Beispiel umfasse der Vertrag auch die systemische Therapie.

Einen weiteren Pluspunkt sieht Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von Medi Baden-Württemberg, darin, dass die Leistungen in der Kurzzeittherapie für die Psy­cho­the­rapeuten und besser bezahlt werden als im Kollektivvertrag. Durch die große Zahl teilnehmender Ärzte und Therapeuten, die auf ganz Baden-Württemberg verteilt seien, müssten die Patienten zudem keine langen Anfahrtswege in Kauf nehmen.

An dem Vertrag können neben psychologischen Psychotherapeuten und Psychothe­ra­peu­ten für Kinder und Jugendliche auch Fachärzte für Neurologie, Nervenheilkunde, Psychiatrie und Psychotherapie, psychosomatische Medizin und Psychotherapie, psy­chotherapeutische Medizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie teilnehmen. Außerdem können sich Vertragsärzte bewerben, die gemäß den Bedarfs­planungsrichtlinien ausschließlich psychotherapeutisch tätig sind.

Der Erstkontakt soll, wenn möglich, innerhalb von zwei Wochen nach der Anmeldung stattfinden, in dringenden Fällen sogar innerhalb von drei Tagen. Ärzte und Psycho­the­rapeuten müssen von Montag bis Freitag mindestens 20 Stunden erreichbar sein und auch Abendtermine für berufstätige Patienten anbieten. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

08.01.18
90 Säuglinge in Baden-Württemberg in Babyklappen abgegeben
Stuttgart – Seit Einführung der Babyklappen im Jahr 2001 sind dort in Baden-Württemberg rund 90 Säuglinge abgegeben worden. Das sagte ein Sprecher des Sozialministeriums Baden-Württemberg in Stuttgart......
02.01.18
Psychotherapeuten­kammer fordert zusätzliche Behandlungsplätze
Berlin – Der Präsident der Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK), Dietrich Munz, hat die Krankenkassen aufgefordert, mehr Behandlungsplätze für psychische Erkrankungen zu schaffen. „Psychisch Kranke......
29.12.17
Baden-Württemberg unterstützt Krebsberatungs­stellen
Stuttgart – Das Sozialministerium fördert im kommenden Jahr acht der 13 Krebsberatungsstellen in Baden-Württemberg erneut mit 450.000 Euro. Das teilte Minister Manfred Lucha (Grüne) heute in Stuttgart......
18.12.17
Ärztemangel: KV Baden-Württemberg wirbt für Versorgung
Stuttgart – Fachärzte für Allgemeinmedizin und Internisten ohne Schwerpunkt in Baden-Württemberg, die im Augenblick nicht ärztlich tätig sind, haben dieser Tage von der Kassenärztlichen Vereinigung......
13.12.17
Reform der Psychothera­peutenausbildung: Medizinische Fachgesellschaften lehnen Arbeitsentwurf ab
Berlin – Drei medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften lehnen in einer aktuellen Stellungnahme den vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) vorgelegten Arbeitsentwurf zur Reform der......
08.12.17
Sozialminister: Hilfe für Opfer von Terroranschlägen verbessern
Potsdam – Angesichts neuer Bedrohungslagen durch Terror und Gewalt setzen sich die Arbeits- und Sozialminister der Länder für eine Reform des Sozialen Entschädigungsgesetzes ein. „Fragen, die bislang......
06.12.17
Ärztemangel auch in Gefängnissen
Frankfurt/Main – Immer mehr psychisch kranke Gefangene und viele unbesetzte Stellen erschweren die Gesundheitsversorgung in Haftanstalten. Auf den 3. Gefängnismedizin-Tagen, die am Donnerstag und......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige