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Vermischtes

Frauenarzt soll Patientinnen missbraucht haben

Mittwoch, 5. April 2017

Köln – Ein Frauenarzt, der mehrere Patientinnen in seiner Praxis sexuell missbraucht ha­ben soll, muss sich in Köln vor dem Landgericht verantworten. Der Mediziner habe Hand­lun­gen im Intimbereiche von vier Frauen vorgenommen in der Absicht, „sich sexuell zu stimulieren“, hieß es gestern bei der Verlesung der Anklage.

Der Arzt habe das Vertrauensverhältnis zu seinen Patientinnen ausgenutzt. Er habe stets dafür gesorgt, dass keine Arzthelferin anwesend war. Der Angeklagte darf seit Ende 2013 seinen Beruf nicht ausüben, seine Approbation ruht. Mehrere Frauen sollen als Zeu­ginnen gehört werden, einige treten auch als Nebenklägerinnen auf.

Die Anklageseite betonte, für die Patientinnen sei das Erlebte schwer belastend, eine Frau befinde sich in psychologischer Behandlung. Der Prozess wurde schon nach knapp einer Stunde unterbrochen, weil Verteidigerin Kerstin Fabian die Besetzung der Straf­kammer beanstandete. Sie betonte im Anschluss an die Verhandlung, ihr Mandant weise die Vorwürfe zurück. © dpa/aerzteblatt.de

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