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Boehringer Ingelheim investiert in die Tiermedizin

Mittwoch, 5. April 2017

Ingelheim – Mit dem Ausbau des Geschäfts in der Tiermedizin will Boehringer Ingelheim seine Stellung unter den 20 größten Pharmakonzernen der Welt stärken. „Für die kom­menden Jahre haben wir uns in der Tiergesundheit viel vorgenommen“, sagte Firmen­chef Hubertus von Baumbach heute in Ingelheim. So will das Familienunternehmen sei­nen Umsatz mit Mitteln für Haus- und Nutztiere in diesem Jahr verdoppeln.

Möglich wird dies durch die Übernahme des Geschäftsbereichs Merial vom franzö­sischen Pharmakonzern Sanofi. Im Gegenzug gab Boehringer sein Geschäft mit verschreibungs­freien Mitteln zur Selbstmedikation an Sanofi ab. Jetzt konzentriert sich Boehringer in der Humanmedizin auf verschreibungspflichtige Medikamente.

Im vergangenen Jahr steigerte Boehringer den Umsatz um rund sieben Prozent auf 15,85 Milli­arden Euro und übertraf damit nach den Worten von Finanzmanagerin Simone Menne die eigenen Erwartungen. Der Gewinn nach Steuern stieg um 17,5 Prozent auf 1,85 Milli­arden Euro. 19,6 Prozent des Umsatzes, mehr als drei Milliarden Euro, inves­tierte Boeh­rin­ger in die Forschung und Entwicklung neuer Präparate. Mit dem zum Jahresbeginn abgeschlossenen Tausch mit Sanofi steigt auch die Zahl der Mitarbeiter von 45.700 auf rund 50.000, gut ein Drittel davon in Deutschland. © dpa/aerzteblatt.de

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