Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Inno­vatio­ns­­fonds kein „Selbstbedienungs­laden“

Mittwoch, 5. April 2017

Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat Kritik zurückgewiesen, die Mittel­­auszahlungen aus dem Innovationsfonds verliefen zu schleppend und zu bürokra­tisch. „Dieses Geld wird nicht auf der Basis von ‚Wunschzetteln‘ ausgezahlt, sondern nur auf der Basis von realistischen und nachprüfbaren Finanzierungsplänen, die auch dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit entsprechen und die sicherstellen, dass die zur Verfügung stehenden 1,2 Milliarden Euro auch tatsächlich zweckentsprechend eingesetzt werden“, stellte der Vorsitzende des Innovationsausschusses beim G-BA, Jo­sef Hecken, heute klar.

Er reagierte damit auf Kritik, die drei Projektträger kürzlich beim Gesundheitsnetzwerker­kongress in Berlin geäußert hatten. „Es sind bislang keine Fördergelder ausbezahlt und vermutlich auch keine endgültigen Förderbescheide rausgegangen“, sagte Susanne Oze­gowski, die Geschäftsführerein des Bundesverbandes Managed Care, gegenüber der Ärzte Zeitung.

Dies dementierte Hecken jetzt: Vielmehr seien bislang nahezu 800 Bescheide an die An­tragsteller versendet worden: 422 Ablehnungsbescheide, 259 Benachrichtigungen, 91 För­derbescheide zur Versorgungsforschung und zur sogenannten ersten Welle neue Ver­sorgungsformen und 26 Änderungsbescheide. „Dass wir die Unterstützungsleistun­gen für die Projektnehmer sehr ernst nehmen und auch alles Mögliche tun, damit die Projekte zügig starten“, zeige auch „die Tatsache, dass zur Begleitung der Antragsteller vom DLR-Projektträger und der Geschäftsstelle des Innovationsausschusses bislang etwa 3.500 Beratungsgespräche mit Projektnehmern geführt wurden“, so Hecken.

Die Fördergelder werden laut G-BA immer zur Mitte eines Quartals über das Bundesver­sicherungsamt ausgezahlt. „Bei vielen Projekten läuft das gut, einige Wenige tun sich noch schwer, die erforderlichen Erklärungen und Nachweise vorzulegen“, sagte Hecken. Er betonte, der G-BA verlange nachvollziehbare Kosten- und Finanzierungs­pläne. „So­lange ein Projekt diese nicht vorlegt, wird auch kein Geld ausgezahlt, denn der Inno­vatio­ns­fonds ist kein ‚Selbstbedienungsladen‘“, so Hecken. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22.12.17
Innovationsfonds fördert fünf Projekte der Universitätsmedizin Mainz
Mainz – Die Universitätsmedizin Mainz erhält Fördergelder aus dem beim Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) angesiedelten Innovationsfonds. Mit rund 3,8 Millionen Euro werden zwei Projekte im Bereich......
30.11.17
Innovationsfonds stellt Mittel für Evaluation von Selektivverträgen bereit
Berlin – Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) hat eine Übersicht über 54 neu geförderte Projekte veröffentlicht. Für die Evaluation von vier Selektivverträgen werden 3,2......
29.11.17
Modellprojekt erprobt innovativen Ansatz zur Betreuung psychisch Kranker in Hausarztpraxen
Hamburg/Frankfurt am Main – Den Nutzen eines gemeinschaftlichen Therapieansatzes von Arzt, medizinischer Fachangestellten und Patient unter Zuhilfenahme digitaler Helfer will ein Modellprojekt in......
22.11.17
Innovationsausschuss veröffentlicht Liste der Förderprojekte zu neuen Versorgungsformen
Berlin – Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) hat jetzt bekannt gemacht, welche weiteren Projekte zu neuen Versorgungsformen er künftig fördern wird. Auf die im Februar......
14.11.17
AOK gegen vorzeitige Verlängerung des Innovationsfonds
Berlin – Der Innovationsfonds gilt als Paradebeispiel, um gezielt Projekte zu fördern, die dann in die Regelversorgung übergehen sollen. Doch bewiesen ist das nicht. Daher ist im Gesetz eine......
01.11.17
Projekt zu Antibiotikaeinsatz: KV Brandenburg ruft Ärzte zur Teilnahme auf
Potsdam – In Brandenburg nehmen aktuell 120 Ärzte an dem Projekt „RESISTenzvermeidung durch adäquaten Antibiotikaeinsatz bei akuten Atemwegsinfektionen“ teil. Diese Zwischenbilanz hat heute die......
24.10.17
Großes Ärzteinteresse an Projekt zu rationalem Antibiotikaeinsatz
Düsseldorf/Berlin – Das Interesse der Ärzte in Nordrhein-Westfalen (NRW) an dem im Sommer gestarteten Projekt „Resistenzvermeidung durch adäquaten Antibiotikaeinsatz bei akuten Atemwegsinfektionen“......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige