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Mehr Angebote zur Gesundheitsfürsorge in Kleinfirmen geplant

Freitag, 7. April 2017

/Solisimages, stock.adobe.com

Erfurt – Die kleinteilig strukturierte Wirtschaft in Thüringen erschwert nach Ansicht von Fachleuten Gesundheitsfürsorge in Betrieben. In vielen kleinen Firmen mangele es an entsprechenden Angeboten, sagte die Landesgeschäftsführerin der Krankenkasse Barmer, Birgit Dziuk, gestern in Erfurt. „Oft fehlt die Zeit, ein fester Ansprechpartner, oder andere Dinge sind gerade wichtiger.“ In einem über fünf Jahre laufenden Modell­projekt will die Kasse gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umwelt­medizin speziell auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnittene Angebote ent­wi­ckeln.

Hintergrund ist die demografische Entwicklung. Nach Prognosen werden bis 2030 vo­raus­sichtlich fast 19 Prozent der Thüringer Erwerbstätigen 60 Jahre und älter sein. Altersbedingte Krankheiten wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind häufig mit langen Fehlzeiten verbunden. Deshalb lohne sich betriebliche Gesund­heits­förder­ung auch für kleine Unternehmen, hieß es auf einer Tagung in Erfurt.

In das bis Ende 2021 laufende Modellvorhaben sollen Betriebsärzte, niedergelassene Ärzte und Arbeitsmediziner eingebunden werden, die mit Präventionsangeboten in die Betriebe gehen sollen. Geplant sind auch telemedizinische Elemente, zum Beispiel Online-Sprechstunden für Firmen mit Ärzten. Die gesetzlichen Krankenkassen sind zur Finanzierung von Präventionsangeboten gesetzlich verpflichtet. Für die betriebliche Gesund­heits­förder­ung sollen sie pro Jahr und Versichertem 2,05 Euro ausgeben. © dpa/aerzteblatt.de

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