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Politik

Schon ein Dutzend Anträge auf staatliche Suizidbeihilfe

Freitag, 7. April 2017

Berlin – Einen Monat nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Suizidbeihilfe wartet einem Medienbericht zufolge bereits ein Dutzend Schwerkranker auf Abgabe ei­nes tödlichen Medikaments durch die zuständige Bundesbehörde. Wie das Bundes­insti­tut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) dem Tagesspiegel bestätigte, seien bislang zwölf Anträge eingegangen. Entschieden worden sei aber noch kein Fall.

„Entscheidungen zu Anträgen dieser Tragweite“ könnten nicht allein auf Basis einer Pressemitteilung des Gerichts erfolgen, teilte das Institut mit. Erst müssten die schriftli­­chen Urteilsgründe vorliegen.

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Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte Anfang März ein Recht von schwerst­kran­ken Patienten auf einen selbstbestimmten Tod in bestimmten Fällen festgestellt. Der Staat dürfe in „extremen Ausnahmefällen“ und bei einer unerträglichen Leidenssituation den Zugang zu einem verschreibungsfähigen Betäubungsmittel nicht verwehren, das einem schwer und unheilbar kranken Patienten eine würdige und schmerzlose Selbst­tötung ermöglicht (AZ 3 C 19.15).

Das höchstrichterliche Urteil war insbesondere bei kirchlichen Organisationen auf scharfe Kritik gestoßen. Auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte heftige Kritik an dem Urteil geübt. „Staatliche Behörden dürfen nicht zum Handlanger der Beihilfe zur Selbsttötung werden“, sagte er. © kna/aerzteblatt.de

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Staphylococcus rex
am Sonntag, 9. April 2017, 22:15

Ist KNA eine normale Nachrichtenagentur?

Die Beiträge, die hier unter dem Kürzel kna präsentiert werden, sind Beiträge der katholischen Nachrichtenagentur: https://www.kna.de
Die dabei gestreiften Themen sind wichtig, aber im Gegensatz zu andern Nachrichtenagenturen sind die Beiträge weltanschaulich nicht neutral formuliert, sondern im Gegenteil eine Präsentation der katholischen Sichtweise. Ich persönlich habe gegen einen Meinungspluralismus nichts einzuwenden, würde aber hier für eine deutlichere Kennzeichnung plädieren; dort wo Katholizismus drin ist, da sollte auch klar und deutlich Katholizismus drauf stehen.

@Redaktion DÄ, um Irritationen bei Ihren Lesern zu vermeiden, würde ich es sehr begrüßen, wenn Beiträge der KNA nicht mit dem Kürzel, sondern mit dem Langnamen gekennzeichnet werden, ansonsten entsteht der Eindruck, die Position der KNA ist identisch mit der Position der Redaktion des DÄ.

@Staphylococcus rex

Wir redigieren die Beiträge von kna und schreiben diese auch mit anderen Texten zusammen, sodass sie eben nicht gefärbt sind.

https://www.aerzteblatt.de/n73192

Darum bemüht sich auch kna. Dass sie jeweils katholische Stimmen zu Wort kommen lassen, ist sicher nachvollziehbar, aber oft von der Redaktion gekürzt.

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