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Politik

Tests zum Not­fall­daten­satz auf elektronischer Gesundheitskarte erfolgreich

Montag, 10. April 2017

/VanHope, stock.adobe.com

Berlin/Münster – Der Not­fall­daten­satz auf der elektronischen Gesundheits­karte (eGK) hat sich in Vortests bewährt. Das berichten Ärzte und Patienten im Rahmen des Pilot­pro­jekts Notfalldaten-Management-Sprint (NFDM-Sprint), die am vergangenen Freitag im Bei­sein von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) auf dem Campus des Universitätsklinikums Münster (UKM) präsentiert wurden.

Für das Pilotprojekt haben 31 niedergelassene Ärzte in der Region Münster und Umge­bung zusammen mit sieben Ärzten des UKM 2.598 Notfalldatensätze (NFD) auf Wunsch von Patienten angelegt. Experten der Friedrich-Alexander-Universität Erlan­gen-Nürnberg und des UKM haben die wissenschaftliche Evaluation begleitet. „Ziel war es, herauszufinden, wie sich Notfalldaten möglichst leicht erfassen lassen, um den Pra­xis­alltag nicht zu stören. Das steigert die Akzeptanz der Anwendung bei Ärzten und Pa­tienten“, erläuterte der Gematik-Geschäftsführer Alexander Beyer.

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Projekt noch ohne eGK

Die eGK kam bei dem Projekt allerdings noch nicht zum Einsatz. Stattdessen erhielten die Patienten einen Ausdruck ihrer Notfalldaten, die sie in einer Notfallsituation vorlegen konnten. Die Auswertung zeigte, dass sich die meisten Patienten damit im Notfall siche­rer fühlen und als zukünftigen Speicherort die eGK favorisieren. Auch die große Mehrheit der am Modellprojekt beteiligten Ärzte war mit den Prozessen zum Anlegen der Notfall­da­ten­sätze äußerst zufrieden. 

Gemäß dem E-Health-Gesetz sollen Patienten ab dem Jahr 2018 ihre Notfalldatensätze freiwillig auf der eGK hinterlegen können. „Das kann im Ernstfall Leben retten. Klar ist: Die Sicherheit der persönlichen Gesundheitsdaten steht immer an erster Stelle“, betonte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Gröhe bei der Vorstellung der Testergebnisse. „Dass dies auch klappt, dass es in der Praxis funktioniert, dass man die Daten gut eingeben kann, so dass sie nutzbringend Verwendung finden, das wollten wir natürlich erst einmal wiss­en. Mit NFDM-Sprint ist es gelungen zu zeigen. ‚Ja, das ist praktikabel und nützt den Pa­tienten‘“ sagte Gröhe.

In Notfallsituationen kann jeder Arzt künftig die Notfalldaten mithilfe eines Lesegerätes und seines elektronischen Heilberufsausweises von der eGK abrufen – das gilt auch für Angehörige anderer medizinischer Berufe wie Rettungsassistenten mit einem elektro­ni­schen Berufsausweis. Die Zustimmung des Patienten ist für das Lesen der Daten im Not­fall nicht erforderlich.

„Das Projekt NFDM-Sprint hat gezeigt, dass das Anlegen der Notfalldaten in die Praxis­ab­läufe integriert werden kann und den Bedürfnissen von Ärzten und Patienten ent­spricht“, sagte Franz Bartmann, Vorsitzender des Telematik-Ausschusses der Bundes­ärzte­kammer

Die Bedeutung der Anwendung unterstrich Thomas Kriedel, Vorsitzender der Gesell­schafterversammlung der Gematik: „Das Notfalldaten-Management ist eine der wichtigs­ten Anwendungen der eGK, die für den Arzt und den Versicherten einen echten Mehr­wert darstellt“, sagte er. Nun gehe es darum, das Angebot bundesweit umzusetzen, so Kriedel. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #104037
popert
am Freitag, 14. April 2017, 02:11

Fake News

Mit NFDM-Sprint ist es gelungen zu zeigen. ‚Ja, das ist praktikabel und nützt den Pa­tienten‘“
Diese Aussage ist genauso falsch wie die Überschrift:"Tests zum Not­fall­daten­satz auf elektronischer Gesundheitskarte erfolgreich"
1. Die Gesundheitskarte wurde überhaupt nicht getestet
2. Es wurde keinerlei Nutzen gezeigt
3. Es wurde noch nicht einmal veröffentlicht, wie viel Zeit die Ärzte diesmal benötigten - beim ersten Test waren es je Datensatz über 30 Minuten (selbst bei 10 Minuten je Datensatz wäre das wohl wieviel bei etwa 80 Millionen Betroffenen?)
4 Genau das ist aber erforderlich:
- es muss das Ein- und Auslesen auf der eGK getestet werden
- es muss unter Alltagsbedingungen ein Zusatznutzen bewiesen werden
- es muss der Zeitaufwand der Ärzte belegt werden
- es muss gezeigt werden, welche andere Tätigkeit der Hausärzte entfallen kann, damit dieses Mammutprojekt geschultert werden kann - Hausärzte arbeiten schön jetzt längst am Limit - in in wenigen Jahren werden es etwa 1/3 weniger sein.

Oder anders: wer würde ein Medikament zulassen, dass jährlich Milliarden kostet, dessen Nutzen unbewiesen ist, und das einen Großteil der ärztlichen Arbeitszeit beansprucht?
Avatar #104037
popert
am Freitag, 14. April 2017, 02:11

Fake News

Mit NFDM-Sprint ist es gelungen zu zeigen. ‚Ja, das ist praktikabel und nützt den Pa­tienten‘“
Diese Aussage ist genauso falsch wie die Überschrift:"Tests zum Not­fall­daten­satz auf elektronischer Gesundheitskarte erfolgreich"
1. Die Gesundheitskarte wurde überhaupt nicht getestet
2. Es wurde keinerlei Nutzen gezeigt
3. Es wurde noch nicht einmal veröffentlicht, wie viel Zeit die Ärzte diesmal benötigten - beim ersten Test waren es je Datensatz über 30 Minuten (selbst bei 10 Minuten je Datensatz wäre das wohl wieviel bei etwa 80 Millionen Betroffenen?)
4 Genau das ist aber erforderlich:
- es muss das Ein- und Auslesen auf der eGK getestet werden
- es muss unter Alltagsbedingungen ein Zusatznutzen bewiesen werden
- es muss der Zeitaufwand der Ärzte belegt werden
- es muss gezeigt werden, welche andere Tätigkeit der Hausärzte entfallen kann, damit dieses Mammutprojekt geschultert werden kann - Hausärzte arbeiten schön jetzt längst am Limit - in in wenigen Jahren werden es etwa 1/3 weniger sein.

Oder anders: wer würde ein Medikament zulassen, dass jährlich Milliarden kostet, dessen Nutzen unbewiesen ist, und das einen Großteil der ärztlichen Arbeitszeit beansprucht?
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