NewsAuslandCholera-Tote in Hungergebiet von Somalia
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Cholera-Tote in Hungergebiet von Somalia

Donnerstag, 13. April 2017

Mogadischu – In einem Dürregebiet von Somalia sind innerhalb von zehn Tagen mindes­tens 28 Menschen an Cholera oder anderen schweren Durchfallerkrankungen gestor­ben. Seit Anfang April habe es in der halbautonomen Region Somaliland mindestens 411 Krankheitsfälle gegeben, erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ges­tern. Die Opfer seien Kinder und Erwachsene, die bereits vom Hunger geschwächt wa­­ren und verunreinigtes Wasser getrunken hatten.

„Diese Epidemie ist beängstigend, weil die Menschen in Somaliland bereits von der Dürre und dem Mangel an Nahrungsmitteln geschwächt sind“, erklärte Abdirasaq Ali Du­ran, ein örtlicher Mitarbeiter der Hilfsorganisation. In der Nachbarregion Puntland gab es demnach seit Anfang des Jahres 1.600 Fälle von Cholera und schwerem Durchfall, 57 Men­schen starben. Hungernde sind besonders anfällig für Krankheiten wie Durchfall, weil ihr Immunsystem bereits geschwächt ist.

Anzeige

In dem Krisenstaat am Horn von Afrika herrscht eine schwere Dürre. Mehr als sechs Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bei einer Hungersnot 2011 kamen nach UN-Angaben mehr als 250.000 Menschen ums Leben.

© dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

16. August 2018
Kananga/Niamey – In der Demokratischen Republik Kongo und dem Niger sind Dutzende Menschen an Cholera gestorben und Tausende erkrankt. In der Region Ost-Kasai im Zentrum des Kongo seien seit Februar
Cholera breitet sich im Kongo und dem Niger aus
15. Juni 2018
Boston und Cambridge/Massachusetts – Ein neuer genetisch modifizierter Lebendimpfstoff hat in ersten tierexperimentellen Studien innerhalb von 24 Stunden eine Immunität gegen Cholera erzeugt. Die in
Cholera: Neuer Impfstoff und altes Probiotikum könnten Ausbrüche stoppen
8. Mai 2018
Aden – Internationale Organisationen haben im Jemen und in Teilen Afrikas groß angelegte Impfkampagnen gestartet, die mehrere Millionen Menschen vor Cholera schützen sollen. Im Bürgerkriegsland Jemen
Groß angelegte Choleraimpfkampagnen im Jemen und Teilen Afrikas gestartet
3. April 2018
Genf – Mit zwei Milliarden US-Dollar will die internationale Gemeinschaft die dringendste Not im Bürgerkriegsland Jemen lindern. Das ist das Ergebnis der heutigen UN-Geberkonferenz in Genf.
Staaten spenden zwei Milliarden US-Dollar für Menschen im Jemen
28. Februar 2018
Kampala – In Uganda sind innerhalb von zwei Wochen mindestens 29 kongolesische Flüchtlinge an Cholera gestorben. Rund 900 Menschen hätten sich mit der Durchfallerkrankung angesteckt, sagte heute ein
Cholera in Uganda fordert Todesopfer unter Flüchtlingen
29. Januar 2018
Berlin – Unter dem größten Choleraausbruch seit 20 Jahren leidet derzeit die Demokratische Republik Kongo. Landesweit seien 2017 rund 55.000 Menschen in fast allen Provinzen des Landes erkrankt,
Größter Choleraausbruch seit 20 Jahren im Kongo
11. Januar 2018
Lusaka – Um den Ausbruch einer Choleraepidemie in der sambischen Hauptstadt Lusaka einzudämmen, sollen bis zu eine Million Menschen rasch gegen die schwere Durchfallerkrankung geimpft werden. Die
NEWSLETTER