Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Zwei Milliarden Menschen riskieren durch verunreinigtes Wasser Krankheiten

Donnerstag, 13. April 2017

/stu12, stock.adobe.com

Genf – Fast zwei Milliarden Menschen nutzen mit Fäkalien verunreinigtes Wasser und riskieren damit Krankheit und Tod. Allein an Durchfallerkrankungen sterben jedes Jahr rund eine halbe Million Menschen, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO in einem neuen Bericht erklärte. Sie forderte die internationale Gemeinschaft auf, dringend mehr Geld in den Zugang zu sauberem Wasser zu investieren.

Durch verschmutzes Wasser drohten unzählige Menschen an Cholera, Ruhr, Typhus oder Polio zu erkranken, warnte die Leiterin der WHO-Abteilung für öffentliche Gesund­heit, Maria Neira. Aber verunreinigtes Wasser sei auch ein wesentlicher Faktor für den Ausbruch tropischer Krankheiten, darunter Darmwürmer, Bilharziose und Bindehaut­entzündungen.

Anzeige

Die Vereinten Nationen hatten in ihren nachhaltigen Entwicklungszielen 2015 unter ande­rem vereinbart, dass bis 2030 weltweit allen Menschen der Zugang zu sicherem und be­zahlbarem Wasser gewährleistet sein soll. Dieses Ziel dürfte laut dem nun vor­gestellten Bericht von UN-Wasser weit verfehlt werden, sollte die Staatengemeinschaft ihre Inves­ti­tionen nicht radikal erhöhen.

Dem UN-Papier zufolge steigerten die Länder ihre durchschnittlichen Ausgaben für Wass­er, Sanitäreinrichtungen und Hygiene in den vergangenen drei Jahren zwar durch­schnit­t­lich um 4,9 Prozent. Doch räumen 80 Prozent der Staaten ein, dass sie damit ihre selbstgesteckten Ziele nicht erfüllen.

Nach einer Schätzung der Weltbank müssten die weltweiten Investitionen in Infrastruktur jährlich um das Dreifache auf dann 114 Milliarden Dollar (107 Milliarden Euro) erhöht werden, um die Entwicklungsziele zu erreichen. Dies sei eine Herausforderung, die lös­bar sei, erklärte der Chef von UN-Wasser und Generaldirektor der Internationalen Ar­beits­organisation (ILO), Guy Ryder. Mehr Investitionen in Wasser und sanitäre Anla­gen könnten wesentliche Gewinne für die menschliche Gesundheit und Entwicklung ein­brin­gen sowie Arbeitsplätze schaffen. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21.04.17
Berlin – Die Hilfsorganisation Care hat die Staatengemeinschaft aufgerufen, sich gegen den Hunger im Jemen zu engagieren. Vor der Jemen-Geberkonferenz am kommenden Dienstag warnt Care vor dem Kollaps......
21.04.17
Raumfahrtzentrum unterstützt Vereinte Nationen im Kampf gegen Hunger
Oberpfaffenhofen – Im Kampf gegen Hunger, Armut und Krankheit in der Welt will das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus der Luft helfen. Die Experten aus Oberpfaffenhofen bei München......
19.04.17
Juba – In dem von einer Hungersnot geplagten Südsudan warnen Helfer wegen der anstehenden Regenzeit vor Krankheitsausbrüchen. Schlechte sanitäre Bedingungen begünstigten etwa die Verbreitung von......
18.04.17
Juba – Wegen neuer Kämpfe in Teilen des Krisenlandes Südsudan haben die Vereinten Nationen 60 humanitäre Helfer evakuiert. Es gebe Anzeichen, dass auch die Zivilbevölkerung der Orte Waat und Walgak im......
18.04.17
Hilfsorganisationen geraten in Seenot
Regensburg – Die Flüchtlingswelle im Mittelmeer hat über die Ostertage zu massiven Problemen für die Retter geführt. Mehrere Boote von Hilsforganisationen trieben Berichten zufolge manövrierunfähig im......
12.04.17
Deutschland startet Hilferuf für Hungernde in Afrika
Berlin/Juba – Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat mit Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) einen Hilfsappell für die Hungernden in Afrika gestartet. In Teilen Afrikas und im Jemen drohe eine......
12.04.17
München/Caracas – Die SOS Kinderdörfer weltweit warnen vor einem Kollaps des Gesundheitssystems in Venezuela. „Die medizinische Versorgung der Kinder ist nicht mehr gewährleistet“, sagte Sprecher......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige