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Ausland

Mehr Fälle aktiver Sterbehilfe in den Niederlanden

Donnerstag, 13. April 2017

Den Haag – Mehr als 6.000 Menschen sind in den Niederlanden 2016 durch aktive Sterbehilfe gestorben. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Jahresbericht der zuständigen staatlichen Kommission für Sterbehilfe hervor, der gestern in Den Haag veröffentlicht wurde. In den meisten Fällen ging es um Krebspa­tien­ten im letzten Stadium ihrer Krankheit. Die meisten Menschen starben zu Hause mithilfe ihres Hausarztes.

Die Kommission nannte als mögliche Erklärung für den Anstieg der Fälle die zunehmen­de Überalterung sowie die Bereitschaft der Ärzte, den Sterbewunsch ihrer Patienten zu erfüllen. Etwa vier Prozent der Todesfälle in den Niederlanden gehen auf aktive Sterbe­hilfe zurück.

Aktive Sterbehilfe durch einen Arzt ist in den Niederlanden unter bestimmten Bedingun­gen nicht strafbar. So muss ein Patient aussichtslos und unerträglich leiden und mehr­fach ausdrücklich den Wunsch geäußert haben. Jeder Fall muss gemeldet werden und wird geprüft. In zehn Fällen hatten sich Ärzte dem Bericht zufolge 2016 nicht an die ge­setzlichen Regeln gehalten. © dpa/aerzteblatt.de

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