Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

116117: Über Ostern medizinisch gut versorgt

Donnerstag, 13. April 2017

Berlin – Auch über die Osterfeiertage gewährleisten die niedergelassenen Ärzte in Deutschland eine flächendeckende Versorgung. Darauf haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) hingewiesen. Über die bundesweit einheitliche kostenlose Rufnummer 116117 erreichen Bürger mit akuten Beschwerden ihren zuständigen Bereitschaftsarzt oder eine Einsatzzentrale der KV.

„Plötzlich auftretende, jedoch nicht lebensbedrohliche Erkrankungen, mit denen Patien­ten während der Sprechzeiten eigentlich zum Hausarzt gehen würden, sind Fälle für die KV RegioMed Bereitschaftspraxen oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst“, er­läuterte Pe­­ter Noack, Vorstandsvorsitzender der KV Brandenburg. Er wies daraufhin, dass in le­bensbedrohlichen Fällen hingegen weiterhin die Nummer 112 für den Rettungsdienst gelte.

Die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 gilt bundesweit ohne Vorwahl und kann aus dem Festnetz oder vom Mobiltelefon gewählt werden. Laut der KBV haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 6,2 Millionen Anrufer die Nummer genutzt. Den­noch sei sie immer noch vielen Bürgern nicht bekannt. Die KBV kündigte daher an, die Nummer im Rahmen der Kampagne „Wir arbeiten für Ihr Leben gern“ mit Plakaten und Radiospots noch bekannter zu machen. Außerdem soll es am 11. Oktober einen bundesweiten Tag des ambulanten Bereitschafts­­dienstes geben. „Wenn noch mehr Bür­ger den ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVen und die Bereitschaftsdienstnummer 116117 kennen, werden sie wissen, dass sie nicht in allen Fällen die Notfallambulanzen der Krankenhäuser aufsuchen müssen“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen.

In Thüringen beteiligen sich über Ostern laut der KV mehr als 600 ambulant tätige Ärzte am Bereitschaftsdienst. Anrufer erreichen über die 116117 die Vermittlungszentrale der KV. Dort organisiert medizinisch geschultes Personal je nach Dringlichkeit einen ärztli­chen Hausbesuch, alarmiert den Rettungsdienst oder informiert die Patienten über die nächstgelegene Notddienstsprechstunde.

Einen ähnlichen Dienst hat die KV Schleswig-Holstein eingerichtet: Anrufe über die 116117 nimmt die Leitstelle der KV in Bad Segeberg entgegen. Kompetentes medizini­sches Fachpersonal schätzt die Situation des Patienten ein und leitet ihn an eine geöff­nete Anlaufpraxis in seiner Region weiter. In Schleswig-Holstein gibt es laut der KV 31 all­gemeinmedizinische und zwölf kinderärztliche Anlaufpraxen, die sich an Krankenhäusern befinden.

© hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

17.10.17
Studie attestiert Deutschland exzellenten Zugang zur Primärversorgung
Berlin – Eine internationale Studie relativiert die zum Teil hitzige Diskussion in Deutschland um die steigende Inanspruchnahme von Notaufnahmen. Laut einer Studie des Unternehmens Philips und der......
16.10.17
Kinderärztlicher Bereitschaftsdienst: KV Hessen zieht positive Bilanz
Frankfurt am Main – Bei seiner Einführung wurde er zugleich gelobt und kritisiert – der kinderärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen. Nach einem Jahr fällt die......
13.10.17
Notfallversorgung: Projekte in Hessen und Thüringen gestartet
Frankfurt am Main – Kurze Wege, engere Zusammenarbeit und passgenauere Versorgung von Notfallpatienten soll ein hessisches Modellprojekt ermöglichen, das am Klinikum Frankfurt Höchst läuft. Auch in......
11.10.17
Verschlechterung bei Notfallversorgung befürchtet
Berlin – Eine Mehrheit der Deutschen über 45 Jahren (44 Prozent) befürchtet längere Wartezeiten in der Notfallversorgung, sollten integrierte Notfallzentren an Krankenhäusern etabliert werden. Das ist......
11.10.17
Angebote im Bereitschaftsdienst sollen bekannter werden
Berlin – Hausbesuche, Fahrdienst oder die Organisation von Bereitschaftsdienstpraxen: Die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) in Deutschland haben am „Tag des Bereitschaftsdienstes“ auf ihr......
10.10.17
Notfallversorgung: Vertragsärzte wollen mehr „Portalpraxen“
Gelsenkirchen – Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) befürwortet bei der Notfallversorgung weitere Portalpraxen in Krankenhäusern. Bei diesen Erstanlaufstellen für Notfallpatienten......
09.10.17
KV Sachsen will Bereitschaftsdienst bis 2020 reformieren
Dresden – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen will die Zahl der Bereitschaftsdienstbereiche in Sachsen reduzieren. Das hat der Vorstandsvorsitzende der KV, Klaus Heckemann, angekündigt.......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige