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Ausland

Ärzte ohne Grenzen beklagen Hinrichtungen in Zentralafrika

Donnerstag, 13. April 2017

Berlin – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat auf brutale Gewalt von Milizen im Osten der Zentralafrikanischen Republik hingewiesen. „Unsere Teams haben verstüm­mel­­te Leichen gefunden – die Zivilisten sind traumatisiert“, sagte der stellvertretender Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen, René Colgo, heute. Die Helfer hätten auch willkürliche Hinrichtungen gesehen. Viele Menschen seien aus ihren Dörfern in die Um­ge­bung geflohen.

Seit dem Sturz des Präsidenten im Jahr 2013 kämpfen in der Zentralafrikanische Repu­blik Milizen der muslimischen Minderheit gegen Streitkräfte der christlichen Bevölke­rungs­mehrheit. Den Vereinten Nationen zufolge sind in dem Land rund 2,2 Millionen Men­schen auf Hilfe angewiesen, das sei fast die Hälfte der Bevölkerung.

Laut Ärzte ohne Grenzen griffen in den vergangenen Monaten bewaffnete Gruppen ver­mehrt einzelne Gemeinden an. „Die Art des Konfliktes ändert sich“, sagte die Landes­ko­ordinatorin der Region, Caroline Ducharme. Ohnehin schon traumatisierte und dem Ge­schehen hilflos ausgelieferte Zivilisten seien im Kreuzfeuer gefangen. © dpa/aerzteblatt.de

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