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Hochschulen

Ärzte üben Behandlung von Frühchen am Simulator

Donnerstag, 13. April 2017

Tübingen – An der Tübinger Uniklinik üben Ärzte künftig die Behandlung von Frühge­bo­renen an einem Modell-Baby. „Beim Äußeren handelt es sich um eine realistisch kolo­rier­te Silikon-Haut mit eingeknüpftem Echthaar, der innere Kern ist vollgepackt mit Elektro­nik“, sagte der Geschäftsführer der Herstellerfirma, Jens Schwindt. Der Körperbau der Puppe mit dem Namen „Paul“ ist einem Kind in der 27. Schwanger­schaftswoche nach­em­pfunden.

Die Uni-Kinderkliniken in Tübingen und Lübeck sind die ersten Krankenhäuser in Deut­sch­land mit einem Frühchensimulator. Die Puppe kam 2017 auf den Markt, eine erste wird schon an der medizinischen Universität Wien verwendet.

Es handle sich um den weltweit kleinsten Simulator für realistische Notfalltrainings in der Frühgeborenenmedizin, sagte Schwindt. Der Tübinger Simulator wurde mit Spenden ge­kauft, die die Stiftung „Hilfe für kranke Kinder“ sammelte. Nach Angaben der Uniklinik kommen in Tübingen jedes Jahr mehr als 120 Frühgeborene zur Welt, die weniger als 1.500 Gramm wiegen.

© dpa/aerzteblatt.de

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