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Ausland

Meningitis-Ausbruch in Nigeria: Zahl der Toten höher als bekannt

Dienstag, 18. April 2017

Genf/Abuja – Bei einem Meningitis-Ausbruch in Nigeria sind der Weltgesundheitsor­ga­ni­sation (WHO) zufolge seit Jahresbeginn fast 500 Menschen gestorben. Anfang April wa­ren die nigerianischen Behörden noch von 300 Todesfällen infolge von Hirnhautentzün­dungen ausgegangen. Um die Epidemie unter Kontrolle zu bringen, haben die WHO und internationale Partner bereits 500.000 Impfdosen in das Land ge­sendet, zusätzliche 820.000 Dosen sind bereits auf dem Weg, wie die WHO erklärte.

Inzwischen gibt es der WHO zufolge 4.637 Meningitis-Verdachtsfälle – deutlich mehr als die 2.500 noch Anfang April gemeldeten Fälle. Besonders betroffen von der Meningitis-C-Epidemie, ausgelöst vom Bakterium Neisseria meningitidis, sind die nördlichen Bun­des­staaten Zamfara und Katsina nahe der Grenze zum Niger. Da es im Nachbarland be­reits 1.300 Verdachtsfälle gibt, wurden auch dorthin 341.000 Impfdosen geschickt, wie die WHO weiter erklärte.

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Neisseria meningitidis kann vor allem bei Kindern, Jugendlichen und immungeschwäch­ten Menschen eine bakterielle Meningitis verursachen. Die Erreger werden durch Tröpf­cheninfektion übertragen. Die Infektion lässt sich mit Antibiotika behandeln. Todesfälle in Deutschland sind selten. © dpa/aerzteblatt.de

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