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Hochschulen

Europäischer Forschungsrat fördert Infektionsforschung

Dienstag, 18. April 2017

Brüssel/Frankfurt – Der Europäische Forschungsrat fördert die Arbeit des Frankfurter Bio­chemikers und Arztes Ivan Dikic mit rund 2,5 Millionen Euro. Dikics Spezialgebiet ist die Ubiquitin-Forschung. Ubiquitin reguliert viele zelluläre Prozesse, unter anderem steu­ert es den Abbau überflüssiger oder schädlicher Proteine und die Repara­tur fehlerhafter DNA, überträgt Signale innerhalb der Zelle und löst im Notfall den Zelltod aus. Es ist auch ein wichtiges Molekül zur Abwehr bakterieller Infektionen.

Letztlich geht es den Wissenschaftlern darum, die Rolle des Ubiquitin-Systems bei bakte­riellen Infek­tionen grundlegend zu verstehen und darauf aufbauend neue Strategien zur Bekämp­fung von Infektionskrankheiten zu entwickeln.

Im Mittelpunkt der Frankfurter Forschungsarbeit stehen Infektionen mit Salmonellen, Shi­gellen und Legionellen. Dikics Arbeitsgruppe am Institut für Biochemie II sucht unter an­de­rem nach neuen Signalwegen, die durch bakterielle Enzyme aktiviert werden. Zum Bei­spiel wollen die Forscher herausfinden, wie verschiedene bakterielle Enzyme die Schwe­re und den Verlauf einer Infektion beeinflussen und warum es manchmal trotz erfolgreich verlaufender Antibiotikatherapie zu schweren Folgeschäden im Gewebe kommt.

Solche Schäden können nicht nur durch bakterielle Toxine verursacht werden, sondern als Se­kundärschäden auch durch Signalstoffe, welche die wirts­eigenen Immunzellen infolge einer Infektion ausschütten.

In einem zweiten Schritt wollen die Forscher in Dikics Gruppe nach Wirkstoffen suchen, die in das Geschehen eingreifen und die Schädigung des Gewebes limitieren. © hil/aerzteblatt.de

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