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Malteser: Viele Notrufe, wenig Notfälle

Mittwoch, 19. April 2017

Köln – Über die Ostertage sind in diesem Jahr bundesweit 7.777 Notrufe bei den Malte­sern einge­gan­gen. Der Rettungswagen rückte allerdings nur bei 493 Anrufen aus, wie die Hilfsorganisation mit­teilte. Den Maltesern zufolge waren unter den Anrufen in diesem Jahr besonders viele so­ziale Hilferufe. Speziell in der Osterzeit seien viele ältere Men­schen alleine und somit auf sich gestellt, hieß es. Oft gab es demnach keinen medizini­schen Not­fall, son­dern vielmehr ein Signal der Einsamkeit.

Sehr viele Alarm-Auslösungen seien soziale Rufe oder Fehlalarme, bei denen sich dann im Gespräch mit den Mitarbeitern herausstelle, dass die Senioren „eigentlich nur mal mit jemanden sprechen wollen“, sagte Marco Sassi, Leiter des Malteser Service Center. Das sei etwa bei jedem fünften Alarm so. An Weihnachten oder in der Osterzeit geschehe das besonders häufig. Als Konsequenz haben die Malteser den „Malteser-Ruf“ ein­ge­richtet, bei dem ehrenamtliche Mitarbeiter die Senioren zu Hause anrufen, um sozialer Einsamkeit entgegenzuwirken.

Über 100.000 Senioren sind Kunden des Malteser Hausnotrufs und rund 900.000 Alar­me gibt es pro Jahr. Nur bei jedem zwanzigsten liegt nach Angaben der Malteser ein me­di­zinischer Notfall vor, bei dem der Rettungswagen eingesetzt wird. In zwei von zehn Fäll­en fahre ein Malteser zur Wohnung und versorge die Menschen vor Ort. © nz/aerzteblatt.de

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