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Politik

Krankenhaushygiene: Förderprogramm wird genutzt

Donnerstag, 20. April 2017

/freepeoplea, stock.adobe.com

Berlin – Das 2013 eingerichtete Förderprogramm zur Verbesserung der Krankenhaus­hy­giene ist nach Angaben der Bundesregierung erfolgreich angelaufen. Von 2013 bis 2015 seien den förderberechtigten Einrichtungen rund 131 Millionen Euro zur Ver­fügung gestellt worden, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Somit habe sich die „Ausstattung mit qualifizier­tem Hygienefachpersonal seit 2014 verbessert“.

Die Bundesregierung räumt jedoch auch ein, dass die begrenzten Ausbildungs­kapazitäten und teilweise langen Ausbildungszeiten dazu führten, dass sich die volle Wirkung des Programms erst mit Zeitverzögerung entfalten könne. Außerdem sei das Programm auf den Bereich der Infektiologie ausgeweitet worden, um den höheren Bedarf an qualifi­zier­ten Ärzten zu berücksichtigen.

Der Regierung zufolge hat eine im Dezember 2014 veröffentlichte Analyse ge­zeigt, dass es in allen Ländern zusätzlichen Bedarf an Hygienepersonal gebe. So habe in den be­gut­achteten Kliniken die Betreuung durch einen Krankenhaushygieniker zu 37,2 Prozent bis 90,2 Prozent und durch Hygienefachkräfte zu 3,7 bis 85 Prozent dem Bedarf gemäß den medizinischen Hygieneverordnungen der Länder entsprochen.

Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, beschäftigten 2015 von den 1.956 deut­schen Kliniken 104 Häuser einen Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin sowie wei­tere 922 Häuser eine nichtärztliche Hygienefachkraft. Insgesamt waren 2015 an den Kliniken 156 Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin sowie 1.844 nichtärztliche Hygie­ne­fachkräfte tätig. © hib/aerzteblatt.de

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