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Politik

Multiresistente Tuberkuloseerreger sind „besondere Herausforderung“

Donnerstag, 20. April 2017

Berlin – Multiresistente (MDR-TB) und extensiv resistente (XDR-TB) Tuberkulosen stellen der Bundesregierung zufolge „eine besondere Herausforderung“ dar. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Die MDR-TB (multidrug-resistant) ist gegen mindestens zwei Erstlinien-Tuber­ku­­lostatika resistent, die XDR-TB zusätzlich auch gegen Zweitlinien-Tuberkulostatika. Die Tuberku­losebakterien werden üblicherweise mit einer Antibiotikakombination bekämpft.

Die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO schätzt, dass 2015 weltweit 480.000 Neuerkran­kun­gen an multiresistenten Tuberkulosen sowie weitere 100.000 Tuberkulosen mit zu­min­dest Rifampicin-Resistenz aufgetreten sind. Die höchsten Fallzahlen an XDR-TB wurden 2015 aus Südostasien, Europa und Afrika gemeldet. In Südostasien und Afrika ist die Mortalitäts­rate am höchsten.

Schätzungen zufolge ist rund ein Drittel der Weltbevölkerung mit Tuberkuloseerregern infiziert. Allerdings entwickeln den Angaben zufolge nur fünf bis zehn Prozent der infizier­ten Erwachsenen im Laufe ihres Lebens eine behandlungsbedürftige Tuber­kulose.

Nach Angaben der WHO starben 2015 weltweit rund 1,8 Millionen Menschen an einer Tuber­ku­lose. Das Infektions- und Erkrankungsrisiko ist für Raucher doppelt so hoch wie für Nichtraucher. Nach Angaben der Bundesregierung wird in den nächsten fünf Jahren in Europa kein zugelassener Impfstoff gegen Tuberkulose erwartet. © hib/aerzteblatt.de

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