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Politik

Postoperative Wundinfektion: Patienteninformation beschlossen

Donnerstag, 20. April 2017

/tibanna79, stock.adobe.com

Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat heute eine Patienten­information zur Datenerhebung bei postoperativen Wundinfektionen beschlossen. Sie gehört zum neuen sektorenübergreifenden Qualitäts­sicherungs­verfahren zur Vermeidung nosokomi­aler Infektionen – postoperative Wundinfektionen. Darin werden seit dem 1. Januar 2017 alle Wundinfektionen erfasst, die nach bestimmten Operationen stationär behandelt wer­den – unabhängig davon, ob der Eingriff zuvor in einer Klinik, einer Praxis oder einem Me­dizinischen Versorgungszentrum stattfand. Ziel ist es, die Anzahl der Wundinfektionen zu senken.

Um den Dokumentationsaufwand so gering wie möglich zu halten, wird dem G-BA zufolge weitgehend auf bereits routinemäßig erhobene Abrechnungsdaten bei den gesetzlichen Krankenkassen zurückgegriffen. Alle patientenbezogenen Daten würden vor der Weiter­verarbeitung von einer unabhängigen Vertrauensstelle pseudonymisiert, heißt es vom Bundes­aus­schuss. Damit sei es möglich, Infektionen nach einer Operation auch über einen längeren Zeitraum festzustellen, ohne jedoch Rückschlüsse auf die Identität der dahinterstehenden Patienten ziehen zu können.

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Informationen sind zentraler Baustein

„Wundinfektionen gehören zu den typischen Komplikationen, die nach einem chirurgi­schen Eingriff auftreten können“, sagte Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied und Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung. Das gelte unabhängig da­von, ob Patienten ambulant oder stationär behandelt wurden. Sie wies darauf hin, dass fun­dierte Informationen für Patienten zum Umgang mit den wichtigen Daten ein „zentraler Baustein“ seien.

Die neue Patienteninformation des G-BA steht ab sofort zum Download bereit. Es soll Kran­kenhäuser und Praxen dabei unterstützen, ihre Patienten über das Qualitätssiche­rungsverfahren und die Datenweitergabe aufzuklären. Zusätzlich steht ein Kurztext zur Verfügung, den Krankenhäuser in ihre Formulare übernehmen können. © EB/aerzteblatt.de

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