Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Postoperative Wundinfektion: Patienteninformation beschlossen

Donnerstag, 20. April 2017

/tibanna79, stock.adobe.com

Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat heute eine Patienten­information zur Datenerhebung bei postoperativen Wundinfektionen beschlossen. Sie gehört zum neuen sektorenübergreifenden Qualitäts­sicherungs­verfahren zur Vermeidung nosokomi­aler Infektionen – postoperative Wundinfektionen. Darin werden seit dem 1. Januar 2017 alle Wundinfektionen erfasst, die nach bestimmten Operationen stationär behandelt wer­den – unabhängig davon, ob der Eingriff zuvor in einer Klinik, einer Praxis oder einem Me­dizinischen Versorgungszentrum stattfand. Ziel ist es, die Anzahl der Wundinfektionen zu senken.

Um den Dokumentationsaufwand so gering wie möglich zu halten, wird dem G-BA zufolge weitgehend auf bereits routinemäßig erhobene Abrechnungsdaten bei den gesetzlichen Krankenkassen zurückgegriffen. Alle patientenbezogenen Daten würden vor der Weiter­verarbeitung von einer unabhängigen Vertrauensstelle pseudonymisiert, heißt es vom Bundes­aus­schuss. Damit sei es möglich, Infektionen nach einer Operation auch über einen längeren Zeitraum festzustellen, ohne jedoch Rückschlüsse auf die Identität der dahinterstehenden Patienten ziehen zu können.

Informationen sind zentraler Baustein

„Wundinfektionen gehören zu den typischen Komplikationen, die nach einem chirurgi­schen Eingriff auftreten können“, sagte Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied und Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung. Das gelte unabhängig da­von, ob Patienten ambulant oder stationär behandelt wurden. Sie wies darauf hin, dass fun­dierte Informationen für Patienten zum Umgang mit den wichtigen Daten ein „zentraler Baustein“ seien.

Die neue Patienteninformation des G-BA steht ab sofort zum Download bereit. Es soll Kran­kenhäuser und Praxen dabei unterstützen, ihre Patienten über das Qualitätssiche­rungsverfahren und die Datenweitergabe aufzuklären. Zusätzlich steht ein Kurztext zur Verfügung, den Krankenhäuser in ihre Formulare übernehmen können. © EB/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

18.08.17
G-BA beschließt jährliche Strukturabfrage für perinatologische Einrichtungen
Berlin – Perinatologische Einrichtungen, dazu gehören Perinatalzentren und Häuser mit perinatalem Schwerpunkt, werden künftig jährlich befragt, ob sie die qualitätssichernden Anforderungen an die......
16.08.17
Freiburg – Leistungsstreichungen, Kürzungen diagnosebezogener Fallpauschalen und qualitätsorientierte Vergütungen durch „Pay-for-Performance-Modelle“: Die politischen Maßnahmen zur Umsetzung des......
02.08.17
Personalsituation der Pflege im Krankenhaus „bedrohlich“
Berlin – Scharfe Kritik an dem Gutachten „Personalsituation in der Intensivpflege und Intensivmedizin“ des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) hat der Deutsche Pflegerat (DPR) geübt. Das Gutachten......
01.08.17
Hamburg – Die Krankenhäuser in Hamburg haben in den vergangenen Tagen erneut ihre „Hamburger Erklärung“ für ein patientenorientiertes Beschwerdemanagement unterzeichnet. Diese freiwillige......
27.07.17
Intensivpflege benötigt bessere Rahmenbedingungen
Mainz – Finanzielle Ressourcen müssen insbesondere in der Intensivpflege zur Aufstockung des Pflegepersonals genutzt werden. Zusätzlich muss die Arbeitsbelastung der Pflegekräfte gesenkt werden. Das......
25.07.17
Krankenhäuser wollen Untergrenzen bei Pflegepersonal flexibel halten
Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) beklagt den Mangel an Fachpflegekräften und fordert eine gesamtgesellschaftliche Debatte über die Pflegeberufe. Aus Sicht der DKG engagieren sich......
06.07.17
Streit um Honorar für Beratung zur Krankenhausqualität
Berlin/Hessen – Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) hat eine Regelung in einem Strukturvertrag zwischen AOK Hessen und Kassenärztlicher Vereinigung (KV) Hessen kritisiert. Laut einem......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige