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Ärzteschaft

Unfall­versicherungsschutz für Notärzte neu geregelt

Donnerstag, 20. April 2017

Hamburg – Das neue „Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung“ (HHVG) bringt Änderungen beim Unfallversicherungsschutz vieler nebenberuflicher Notärzte im Rettungsdienst mit sich. Darauf hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) heute hingewiesen. Demnach fallen notärztliche Tätig­keiten im Rettungsdienst unter gewissen Voraussetzun­gen nicht mehr unter die freiwilli­ge BGW-Versicherung, sondern unterliegen automatisch dem gesetzlichen Unfall­ver­siche­­rungsschutz.

Notärzte, die nur nebenberuflich Rettungsdienst fahren und mindestens 15 Stunden pro Woche anderweitig beschäftigt sind, benötigen keine freiwillige BWG-Versicherung mehr. Denn sie sind nun Kraft des Gesetzes über das Rettungsdienstunternehmen ver­sichert. Das gilt auch für niedergelassene Mediziner, die nebenberuflich als Rettungsarzt arbeiten.

Allerdings sollten diese sich für potenzielle Unfallschäden bei selbstständig ausgeübten ärzt­li­chen Arbeiten unter Umständen auch weiterhin absichern lassen, empfiehlt die BGW. Nur für Mediziner, die ausschließlich oder hauptsächlich als Rettungsärzte unterwegs sind, än­dert sich durch das HHVG nichts: Sie benötigen auch künftig eine freiwillige Versiche­rung. © hil/sb/aerzteblatt.de

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dr.naar
am Freitag, 28. April 2017, 23:38

Wieso 15-Stunden-Grenze?

Welche Logik hat wohl die 15-Stunden-Grenze?
Als Rentner der Bayer.Ärzteversorgung übernehme ich halt noch so 3 Notarzt-Nachtdienste pro Monat. Keine Klinik mehr und damit zwangsläufig keine 15 Stunden anderweitige Beschäftigung.
Wieso deswegen kein gesetzlicher Unfall­ver­siche­­rungsschutz?
brodowski
am Freitag, 21. April 2017, 09:19

Ist das bei den Trägern des Notarztdienstes bekannt?

Ich stelle fest, dass die Träger des NA-Dienstes von dieser Regelung noch nichts wissen und die Notärzte auch nicht bei der jeweiligen BG anmelden. Das kann auch u.U. die BG Fahrzeughaltung sein.
Wenn ich nach dem NEF-Unfall in der Klinik liege habe ich sicher keine Lust, mit verschiedenen BGs über deren Leistungspflicht zu streiten, bevor ich einen Reha-Platz bekomme.

MfG,

CB

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