NewsÄrzteschaftUnfall­versicherungsschutz für Notärzte neu geregelt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Unfall­versicherungsschutz für Notärzte neu geregelt

Donnerstag, 20. April 2017

Hamburg – Das neue „Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung“ (HHVG) bringt Änderungen beim Unfallversicherungsschutz vieler nebenberuflicher Notärzte im Rettungsdienst mit sich. Darauf hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) heute hingewiesen. Demnach fallen notärztliche Tätig­keiten im Rettungsdienst unter gewissen Voraussetzun­gen nicht mehr unter die freiwilli­ge BGW-Versicherung, sondern unterliegen automatisch dem gesetzlichen Unfall­ver­siche­­rungsschutz.

Notärzte, die nur nebenberuflich Rettungsdienst fahren und mindestens 15 Stunden pro Woche anderweitig beschäftigt sind, benötigen keine freiwillige BWG-Versicherung mehr. Denn sie sind nun Kraft des Gesetzes über das Rettungsdienstunternehmen ver­sichert. Das gilt auch für niedergelassene Mediziner, die nebenberuflich als Rettungsarzt arbeiten.

Allerdings sollten diese sich für potenzielle Unfallschäden bei selbstständig ausgeübten ärzt­li­chen Arbeiten unter Umständen auch weiterhin absichern lassen, empfiehlt die BGW. Nur für Mediziner, die ausschließlich oder hauptsächlich als Rettungsärzte unterwegs sind, än­dert sich durch das HHVG nichts: Sie benötigen auch künftig eine freiwillige Versiche­rung. © hil/sb/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

dr.naar
am Freitag, 28. April 2017, 23:38

Wieso 15-Stunden-Grenze?

Welche Logik hat wohl die 15-Stunden-Grenze?
Als Rentner der Bayer.Ärzteversorgung übernehme ich halt noch so 3 Notarzt-Nachtdienste pro Monat. Keine Klinik mehr und damit zwangsläufig keine 15 Stunden anderweitige Beschäftigung.
Wieso deswegen kein gesetzlicher Unfall­ver­siche­­rungsschutz?
brodowski
am Freitag, 21. April 2017, 09:19

Ist das bei den Trägern des Notarztdienstes bekannt?

Ich stelle fest, dass die Träger des NA-Dienstes von dieser Regelung noch nichts wissen und die Notärzte auch nicht bei der jeweiligen BG anmelden. Das kann auch u.U. die BG Fahrzeughaltung sein.
Wenn ich nach dem NEF-Unfall in der Klinik liege habe ich sicher keine Lust, mit verschiedenen BGs über deren Leistungspflicht zu streiten, bevor ich einen Reha-Platz bekomme.

MfG,

CB

Nachrichten zum Thema

20. Juni 2018
Wiesbaden – Mit einer Änderung des Rettungsdienstgesetzes soll die Zahl der Fehleinsätze in Hessen verhindert werden. Nach dem heute in den Wiesbadener Landtag eingebrachten Entwurf der
Neues Rettungsdienstgesetz soll Zahl der Fehleinsätze verringern
11. Juni 2018
Potsdam – Brandenburger Rettungsdienste wollen bald auch Drohnen einsetzen, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Brandenburg will bereits
Rettungsdienste in Brandenburg wollen Drohnen einsetzen
6. Juni 2018
München – Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) akzeptiert, dass der Sanitätsdienst auf dem Münchner Oktoberfest von einem Konkurrenten durchgeführt wird. Die Rettungsorganisation werde keine rechtlichen
Rotes Kreuz kapituliert im Kampf um Sanitätsdienst auf dem Oktoberfest
30. Mai 2018
Gießen – Von den starken Unwettern im Raum Gießen war auch das Universitätsklinikum betroffen. Knapp zwei Stunden lang habe man keine Notfälle aufnehmen können, weil die Notaufnahme und Teile der
Unwetter trifft auch Universitätsklinik Gießen
29. Mai 2018
Hannover – Schon jetzt fliegen in Deutschland nach Schätzungen der Deutschen Flugsicherung (DFS) knapp 800.000 Drohnen durch die Lüfte. Tendenz steigend. Bis 2020 könnten es sogar eine Million sein.
Potenzial von Drohnen im Rettungsdienst noch nicht ausgeschöpft
9. Mai 2018
Stuttgart – Das Deutsche Rote Kreuz in Baden-Württemberg hat vor einem Nachwuchsproblem bei den Notfallsanitätern gewarnt. Grund sei nicht das mangelnde Interesse junger Leute, sondern das Fehlen
Rotes Kreuz warnt vor Nachwuchsproblem im Rettungsdienst
9. Mai 2018
Schwerin – Als erstes deutsches Küstenland setzt Mecklenburg-Vorpommern von der beginnenden Badesaison an Drohnen ein, um in Not geratenen Schwimmern zu helfen. Die DRK-Wasserwacht des Landes hat dazu
NEWSLETTER