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Ausland

Hilfsorganisation: Jemen steht vor dem Kollaps

Freitag, 21. April 2017

Berlin – Die Hilfsorganisation Care hat die Staatengemeinschaft aufgerufen, sich gegen den Hunger im Jemen zu engagieren. Vor der Jemen-Geberkonferenz am kommenden Dienstag warnt Care vor dem Kollaps der zivilen Infrastruktur des südarabischen Lan­des. Zwei Jahre nach Beginn des Bürgerkrieges benötigten fast 19 Millionen Menschen Hilfe.

„Die internationale Gemeinschaft muss jetzt handeln, sonst rutscht das Land in eine Hun­gerkatastrophe ab“, sagte der Nothilfekoordinator Marten Mylius, der vor Kurzem vor Ort war. Nach UN-Angaben sind zwei Milliarden Euro nötig. Am Dienstag findet in Genf eine internationale Konferenz statt, auf der Geld für eine humanitäre Hilfe für den Jemen ein­geworben werden soll.

Mehr als die Hälfte aller Gesundheitsstationen im Jemen ist laut Care nicht mehr funk­tio­ns­tüchtig oder komplett zerstört. 14 Millionen Menschen hätten keinen Zugang zu le­bens­wichtiger Gesundheitsversorgung. Die Cholera habe sich ausgebreitet. Care be­grüßte die „großzügigen Zusagen der deutschen Bundesregierung, die drittgrößter bila­te­raler Geldgeber für humanitäre Hilfe im Jemen“ sei. © dpa/aerzteblatt.de

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