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Medizin

Studenten lernen später am Tage effektiver

Montag, 24. April 2017

Reno – Neue Forschungsergebnisse der University of Nevada und der Open University UK zeigen, dass Studenten zwischen 11 Uhr und 21.30 Uhr effektiver lernen als zu ande­ren Zeiten am Tag. Die University of Nevada bietet deshalb bereits mehr abend­liche und online verfügbare Kurse an. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in Frontiers in Human Neuroscience (2017; doi: 10.3389/fnhum.2017.00188).

Vorherige Studien hatten bereits am Beispiel von Highschoolstudenten gezeigt, dass ein späterer Unterrichtsbeginn von Vorteil ist. Die nun veröffentlichte Studie erweitert diese Analyse auf Collegestudenten des ersten und zweiten Unijahres.

In der Studie verwendeten die Wissenschaftler zwei neue Ansätze, um günstige An­fangs­zeitpunkte zum Lernen zu bestimmen. Anhand einer Stichprobe, bestehend aus Studen­ten aus dem ersten und zweiten Studienjahr, untersuchte ein Team von Wissen­schaftlern der University of Nevada, Reno und der Open University in Großbritannien die Leistun­gen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Sie verwendeten ein Umfragen-basiertes empiri­sches Modell und ein neurowissenschaflich begründetes, theoretisches Modell, um die Lernmuster der Studierenden zu bestimmen. 

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Schlafzeiten abgefragt

Abgefragt wurden die bevorzugten Schlafzeiten der Teilnehmer und eine Einschätzung der eigenen kognitiven Fitness zu jeder Stunde des Tages. Im Schnitt, so die Forscher, beginnt der biologisch natürliche Tagesrythmus eines Teenagers zwei Stunden später als der Erwachsener mittleren Alters. Mariah Evans, Erstautorin der Studie, betonte, dass ihre Studie diese These stütze und für Collegestudenten belege.

Die Untersuchung zeige aber auch, dass es für die optimale kognitive Leistung keine Ta­geszeit gebe, die auf alle zutreffe. Die Studie kommt aber zu dem Schluss, dass ein Un­ter­richtsbeginn nach elf Uhr mor­gens oder nach Mittag zu den besten Lernergebnissen führt. Etwa doppelt so viele Studenten behaupten von sich, eher abends aktiv und lern­fähig zu sein als morgens. Ein früher Beginn benachteilige diejenigen, die eher spät als früh aktiv seien.

Die Forscher hoffen, dass die Ergebnisse ihrer Studie Universitäten dazu anregen, frühen Unterrichtsbeginn zugunsten von abendlichen Unterrichtsstunden abzuschaffen und letztere fest ins Curriculum für Studenten aufzunehmen.

„Zudem unterstützen die Ergebnisse die Forderung nach einem zunehmenden Angebot von Onlinekursen, die Studenten die Möglichkeit geben, losgelöst vom fixen Stundenplan einige Kurse in Eigenarbeit zu der Tageszeit durchzuführen, zu der sie sich am leistungs­fähigsten fühlen“, so die Forscher. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #748179
Glückspilz
am Dienstag, 22. Mai 2018, 12:15

Statine und Muskelschmerzen

Es ist eine Gratwanderung für die betroffenen Leute. Nach einem Hinterwandinfarkt mit Reanimation und allem was dazugehört war ich zunächst auf Simvastatin gesetzt. Der unbedingt empfohlene Rehasport ging über Jahre nur unter erheblichen Schmerzen in den Beinen. Infolge Muskelabbau und dem damit verbundenen sinkendem Grundumsatz war ab sofort nicht mehr an abnehmen zu denken. Dann folgte Umstellung auf Atorvastatin, was aber außer einer reduzierten Dosis nichts gebracht hat. Bei einem erneuten Herzkatheder waren jedoh alle Stenosen verschwunden, die Adern jedoch dillatiert. Wie kann ich diesem Dilemma jetzt am Besten beikommen. Statine weglassen oder erheblich reduzieren, Q10 nehmen und sonst fällt mir nichts mehr ein. Mein Kardiologe sieht mich bestenfalls einmal im Jahr und hat auch keine Lösung. Wer weiß wo das kleinere Risiko ist, Übergewicht und wenig Bewegung mit Atorvastatin oder ohne Statin und mit Bewegung ?
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