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Festnahmen in Korruptionsaffäre am Klinikum Ingolstadt

Dienstag, 25. April 2017

Ingolstadt – Im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal am Klinikum Ingolstadt sitzen Ex-Geschäftsführer Heribert Fastenmeier und ein enger früherer Mitarbeiter von ihm in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Beschuldigten vor, sie woll­ten Beweismittel unterschlagen, wie die Behörde heute mitteilte. Es geht dabei um Unter­lagen, die eine unzulässige erhebliche Überschreitung des Werbebudgets für das städti­sche Klinikum beweisen sollen. 

Der Verhaftung der beiden Männer war eine weitere Durchsuchung von Geschäftsräu­men im Zusammenhang mit dem Betrugsskandal vorausgegangen. Laut Staatsanwalt­schaft trafen sich die beiden Beschuldigten danach. Sie hatten nach den Ermittlungen der Polizei wichtige Papiere dabei, für die sich auch die Staatsanwaltschaft interessiert. Die Anklagebehörde beantragte daraufhin Haftbefehle wegen Verdunklungsgefahr, die laut Mitteilung bereits am Samstag vollzogen wurden.

Fastenmeier, dessen Namen die Staatsanwaltschaft nennt, äußerte sich einem Behördensprecher zufolge bislang nicht zu den Vorwürfen. Fastenmeiers Anwalt teilte mit: „Die Anordnung der Untersuchungs­haft ist aus Sicht der Verteidigung nicht nachvollziehbar.“ Die Verteidigung werde die erforder­li­chen Schritte veranlassen, diese für ihren Mandanten schwer erträgliche Situation zu er­leichtern.

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In dem Klinikumsskandal wird gegen mindestens ein Dutzend Verdächtige ermittelt. Es geht um die Bevorzugung von Familienmitgliedern bei lukrativen Aufträgen und um Woh­nungsverkäufe an die Familie, um Flüge auf Klinikkosten und die Vergabe von Gutach­ter- und Beraterverträgen. Das 1.100-Betten-Haus, Bayerns viertgrößte Klinik, gehört zu drei Vierteln der Stadt, den Rest trägt der Bezirk Oberbayern. © dpa/aerzteblatt.de

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