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Ärzteschaft

Masern: KV Hessen fordert Impfpflicht

Mittwoch, 26. April 2017

Frankfurt am Main – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen hat eine Impfpflicht für Masern angelehnt an den Impfkalender für Standardimpfungen des Robert-Koch-Instituts gefordert. Es gebe keine Alternative dazu, hieß es von der KV. Die Vorstände der KV Hes­s­en, Frank Dastych und Eckhard Starke zeigten sich überzeugt, dass auch das Impf­ri­siko zu vertreten ist.

„Wir werden dieser gefährlichen Infektionskrankheit nur dann Herr werden, wenn wir die Impfpflicht verbindlich vorschreiben“, sagten sie. Immer öfter vorkommende Masernaus­brüche zeigten, wie hoch das Infektionsrisiko mittlerweile sei. Beide betonten, dass die Mythen, die von Impfgegnern über Jahre gestreut wurden, sich an dieser Stelle ka­tas­tro­phal auswirkten.

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Die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen hält die Forderung der KV für den falschen Weg. „Wir halten die Masern-Impfung zwar für richtig, sind aber gegen eine Bevormun­dung der Versicherten. Wir setzen uns dafür ein, dass sich die Versicherten eigenverant­wortlich entscheiden“, sagte Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen.

Sinnvoller sei der Weg, den das Hessische Ministerium für Soziales und Integration mit der Informationskampagne „Hessen impft. Gegen Masern“ eingeschlagen habe. „Die Ak­tion, mit der die Menschen in Hessen auf Masern-Impfungen aufmerksam gemacht wer­den sollen, begrüßen wir sehr“, so Voß. © EB/aerzteblatt.de

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