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Organspende­offensive: 568 Fußballvereine verteilen Ausweise

Mittwoch, 26. April 2017

München – Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) und das Bayerische Gesundheitsmi­nisterium wollen beim nächsten Spieltag im Amateurfußball für Organspenden werben. „Das Thema Organspende geht die ganze Bevölkerung etwas an. Wir haben die große Chance und auch eine Verpflichtung, uns da einzubringen“, sagte BFV-Präsident Rainer Koch heute in München. Der BFV will dabei seine Möglichkeiten nutzen, viele Menschen zu erreichen. Nach Angaben des Verbands tummeln sich an einem Spieltag im Amateur­fußball mehr als eine Million Menschen auf den Sportplätzen im Freistaat.

Bei der Aktion werden 568 der rund 4.500 Fußballvereine in Bayern teilnehmen. Die Ver­eine haben dazu 100.000 Organspende-Ausweise zugeschickt bekommen, die sie bei den Spielen am kommenden Wochenende verteilen wollen. „Jeder einzelne Verein ist in seinem Ort ein gestaltender Faktor. Es ist wichtig, dass die Fußballvereine nicht nur kicken, sondern sich auch in der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung sehen“, sagte Koch.

„Unser Ziel ist, dass sich mehr Menschen als bisher mit dem Thema Organspende be­schäf­tigen“, sagte Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml. 80 Prozent der Deut­schen ständen dem Thema Organspende zwar positiv gegenüber, doch nur 35 Prozent hätten auch einen Organspendeausweis. „Ich setze darauf, dass wir nun noch mehr Menschen zu einer Entscheidung in Sachen Organspende bewegen“, sagte Huml.

In Bayern warten derzeit mehr als 1.400 Menschen auf ein Spenderorgan, deutsch­land­weit rund 10.000. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden im Freistaat 41 Or­ganspenden durchgeführt. © dpa/aerzteblatt.de

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