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Politik

Gröhe will Impf-Überwachung verschärfen

Freitag, 28. April 2017

/britta60, stock.adobe.com

Düsseldorf – Angesichts vermehrter Ausbrüche von Masern und Mumps will Bundesge­sundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) die Überwachung der Impfberatung verschär­fen. „Im Sommer soll eine gesetzliche Regelung in Kraft treten, wonach Kitas an die Ge­sundheitsämter melden müssen, wenn Eltern die Impfberatung verweigern“, sagte Gröhe der Rheinischen Post. Dies solle die Gesundheitsämter in die Lage versetzen, gezielt auf Eltern zuzugehen.

Gröhe verwies zudem auf das bereits geltende Präventionsgesetz, wonach alle Gesund­heitsuntersuchungen für Kinder und Erwachsene dazu genutzt werden müssten, den Impfstatus zu überprüfen. „Auch vor der Aufnahme in eine Kita muss eine ärztliche Impf­beratung nachgewiesen werden - diese Pflicht verschärfen wir jetzt nochmals", sagte er.

Der Minister verwies zudem darauf, dass bereits heute ungeimpfte Kinder und Erwach­sene zeitweise vom Besuch einer Kita oder Schule ausgeschlossen werden könnten, um einen größeren Ausbruch von Masern oder Mumps zu verhindern. Einige Schulen hätten davon schon Gebrauch gemacht.

Im laufenden Jahr wurden mit 410 Fällen bereits mehr Masern-Erkrankungen als 2016 (325 Fälle) registriert. © afp/kna/aerzteblatt.de

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