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Ärzteschaft

Telemedizinische Unterstützung von Hausbesuchen startet in vier Bundesländern

Dienstag, 2. Mai 2017

/Andrey Popov, stock.adobe.com

Düsseldorf/Berlin – Das Projekt „TeleArzt“, das Hausärzte vor allem in ländlichen Regionen entlasten soll, startet jetzt in Nordrhein-Westfalen (NRW), Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen. Hausbesuche werden damit deutlich leichter möglich, weil speziell geschulte Versorgungsassistentinnen mit einer telemedizinischen Ausstattung zu den Patienten fahren. Zu der Ausrüstung gehören ein Drei-Kanal-EKG, ein Pulsoximeter und ein Spirometer. Die Versorgungsassistentinnen können so vor Ort die wichtigsten Vital­daten erheben, in die Praxis übermitteln und über ein Videotelefon eine Televisite durch den Hausarzt ermöglichen. Der Deutsche Hausärzteverband unterstützt das Projekt. 

„Das Tele-Arzt-Projekt zeigt, wie die medizinische Versorgung trotz drohendem Fach­kräftemangel dank moderner Technik deutlich verbessert werden kann, ohne dass die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt“, erklärte NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Steffens (Grüne). Älteren Patienten bleibe der oft mühevolle Weg in die Arztpraxis erspart, Hausärzte erreichten so viel mehr ihrer Patienten zu Hause, Rettungs­dienst­einsätze, Krankentransporte und Kranken­haus­auf­enthalte könnten reduziert, Lebens­qualität gewonnen und gleichzeitig sogar Kosten für das Gesundheitssystem gemindert werden, so Steffens. 

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Weiterhin vom vertrauten Hausarzt behandelt

„Wichtig ist dabei, dass gerade ältere Patienten mit den telemedizinischen Angeboten nicht alleine gelassen werden, sondern von ihrem vertrauten Hausarzt und dem Praxisteam eng betreut werden. Genau das geschieht beim Tele-Arzt-Projekt. Es geht dabei darum, die bewährte hausärztliche Versorgung sinnvoll zu ergänzen“, sagte Thomas Aßmann, Landarzt und Geschäftsführer der TAG TeleArzt GmbH, der das Projekt seit eineinhalb Jahren in seiner Praxis im Oberbergischen Kreis testet.

Hausärzte haben ab sofort die Möglichkeit, an dem Projekt teilzunehmen. Vorausset­zung ist, dass sie an dem Vertrag zur hausarztzentrierten Versorgung mit der GWQ ServicePlus AG teilnehmen. Versicherte können sich, unabhängig von einer Teilnahme am Hausarztvertrag, ab 1. Juli 2017 in den Vertrag einschreiben. Die Verantwortung für sämtliche Maßnahmen liegt ausschließlich beim betreuenden Hausarzt.  

Die GWQ ServicePlus AG ist ein Dienstleister für mittelständische Krankenkassen, für die sie unter anderem Selektivverträge abschließt. Im Augenblick zählen 50 Kassen zu den Kunden der GWQ ServicePlus AG. © hil/aerzteblatt.de

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