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Rostocks Universitätsmedizin produziert Radionuklide selbst

Freitag, 5. Mai 2017

Rostock – Die Universitätsmedizin Rostock hat einen Teilchenbeschleuniger (Zyklotron) in Betrieb genommen. Er versorgt das PET/CT-Zentrum der Rostocker Klinik und Polikli­nik für Nuklearmedizin mit Radionukliden. Auch Radionuklide mit sehr kurzen Halbwert­zei­ten können nun zur Anwendung kommen, auf welche die Mediziner aufgrund zu langer Transportwege bislang verzichten mussten. Damit kann die Radiopharmazie die für die nukleare Bildgebung benötigten Radiopharmaka vollständig selbst herstellen.

„Sie dienen ähnlich wie Kontrastmittel dazu, Krankheiten im Körper des Patienten sicht­bar zu machen. Veränderungen von Stoffwechselprozessen, die beispielsweise Tumore aufweisen, können so sehr genau dargestellt werden – und das sogar in Form einer Ganzkörperaufnahme“, erklärt Klinikdirektor Bernd Joachim Krause. Neben Tumor­er­krankungen können die Nuklearmediziner per PET/CT auch neurodegenerative Krank­heiten nachweisen, wie etwa Demenz, indem sie spezifische Ablagerungen im Gehirn orten.

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Mit dem 50 Tonnen schweren Zyklotron produzieren sie nun genau die benötigte Menge an Radiopharmaka. Um den teilweisen Zerfall der Radionuklide während der Liefer­an­fahrt zu kompensieren, hatten die Rostocker sie bisher in größerem Umfang bestellt. Au­ßerdem können die Rostocker Nuklearmediziner fortan flexibler auf Bedarfe reagieren, hieß es aus der Klinik. © hil/aerzteblatt.de

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