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Politik

Zuzahlungen für Arzneimittel gestiegen

Freitag, 5. Mai 2017

/Mathias Richter, stock.adobe.com

Bonn/Düsseldorf – Die Zuzahlungen der gesetzlich Krankenversicherten für Arzneimittel und Therapien sind in den vergangenen Jahren gestiegen. 2016 zahlten Kassenpatien­ten insgesamt rund vier Milliarden Euro für Arzneimittel, Krankenhausbehandlungen und andere Leistungen, wie die Rheinische Post unter Berufung auf eine Antwort der Bun­des­regierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion berichtete. Das waren rund 330 Millionen Euro mehr als 2013, dem Jahr der Abschaffung der Praxisgebühr.

Demnach zahlte jeder Versicherte im vergangenen Jahr im Schnitt 55,41 Euro für Arz­nei­mittel, Krankenhausbehandlungen und sonstige Leistungen dazu. Das waren fast vier Euro mehr als 2013. „Die steigende Belastung durch Zuzahlungen wird für immer mehr Menschen zu einem echten Problem“, sagte der Linken-Politiker Harald Weinberg der Zeitung. Gute Versorgung dürfe aber „nicht vom eigenen Geldbeutel abhängen“. Die Linkspartei fordert seit längerem die Abschaffung der Zuzahlungen.

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Bis 2012 waren die Zuzahlungen insgesamt noch um anderthalb Milliarden Euro höher, weil die Versicherten bis dahin auch für ärztliche und zahnärztliche Behandlungen noch zehn Euro Praxisgebühr pro Quartal entrichten mussten. Sie wurde Anfang 2013 ab­ge­schafft. Wegen steigender Arzneimittelpreise, höherer Krankenhauskosten und mehr ärztlicher Verordnungen steigen die Zuzahlungen aber dennoch spürbar.  © afp/aerzteblatt.de

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