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Hunger ist Hauptgrund für Flucht

Freitag, 5. Mai 2017

Hunger und Armut
/africa, stock.adobe.com

Genf – Hunger ist nach einer Studie des Welternährungsprogramms WFP ein Haupt­grund für die weltweite Flucht von Menschen. Außerdem sei eine fehlende Ernährungs­sicherheit eine wesentliche Ursache für den Ausbruch sowie die Intensität von Konflikten, was wiederum die Flucht von Menschen verstärke, heißt es in der heute in Genf veröff­ent­lichten Studie „Wurzel des Exodus: Ernährungssicherheit, Konflikte und internationale Migration“. „Wenn wir verstehen, was die Menschen zur Flucht zwingt, finden wir eher Lösungen, um ihr Leiden zu beenden“, sagte WPF-Direktor David Beasley.

Wenn der Hunger in einer Bevölkerung um einen Prozentpunkt zunimmt, dann werden als Folge 1,9 Prozent in die Migration getrieben, heißt es in der Studie. Mit jedem wei­te­ren Konfliktjahr steige die Zahl der Flüchtenden. Der Bericht empfiehlt der internationa­len Gemeinschaft dringend, in die Bekämpfung von Hunger und die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen vor Ort zu investieren, um die Migration einzudämmen.

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Im Jahr 2015 stieg die Zahl der Migranten den Angaben nach weltweit auf ein Rekord­hoch von 244 Millionen Menschen. Das sind etwa drei Prozent der Weltbevölkerung. Es entspricht einem Plus im Vergleich zum Jahr 2000 um mehr als 40 Prozent. Die große Mehrheit der Migranten bleibt in ihrer Region: So bewegen sich neun von zehn Afrika­nern innerhalb Afrikas, und 80 Prozent der asiatischen Migranten bleiben in Asien.

Die meisten Flüchtlinge wollen ihre Heimat nicht verlassen, wie die Studie belegt. Fast 80 Prozent der befragten syrischen Familien beispielsweise waren zunächst innerhalb ihres Landes geflüchtet. Und fast jeder Syrer wünscht sich demnach, in seine Heimat zurück­zu­­kehren, sobald sich die Situation dort stabilisiert habe. © dpa/aerzteblatt.de

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