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Vermischtes

Innovationsfonds fördert zehn weitere Projekte mit AOK-Beteiligung

Montag, 8. Mai 2017

Berlin – Bei der zweiten Entscheidung des Innovationsausschusses für den Förder­be­reich „Neue Versorgungsformen“ ist die AOK an zehn Projekten beteiligt. „Die sehr unter­schiedlichen Ideen eint, dass sie sektorale Grenzen überwinden und neue Formen der Zusammenarbeit schaffen“, sagte Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bun­des­­ver­bandes.

Der Innovationsfonds verfügt in den Jahren 2016 bis 2020 über jeweils 300 Millionen Eu­ro für alle Projekte. Für die neuen Versorgungsformen steht ein jährliches Förder­volu­men von 225 Millionen Euro zur Verfügung, für die Versorgungsforschung sind es jedes Jahr 75 Millionen Euro.

Ein Schwerpunkt des zweiten Durchgangs der neuen Projekte mit AOK-Beteiligung ist die geriatrische Versorgung. Ein Projekt der AOK Nordost soll beispielsweise mit inter­diszipli­när tätigen Teams aus Ärzten, Apothekern, Pflegefachkräften und geriatrischen Pharma­zeu­ten die Arzneimittelversorgung für pflegebedürftige geriatrische Patienten verbess­ern. Auf multiprofessionelle Teams setzt auch ein Projekt für eine bessere ärztliche Ver­sorgung in stationären Pflegeheimen, bei dem die AOK Rheinland-Pfalz/Saar­land mit­wirkt.

Die AOK Rheinland/Hamburg beteiligt sich an zwei onkologischen Projekten: Dabei geht es im ersten Modell um die individuelle, psychoonkologische Unterstützung von Krebs­pa­tienten innerhalb des ersten Jahres nach der Diagnose. Ein weiteres Projekt richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die erfolgreich eine Krebs­erkran­kung überstanden haben und bei denen Spätfolgen der Erkrankung vorgebeugt werden soll. Krebserkrankungen stehen auch im Fokus eines Projekts, an dem die AOK Bayern be­teiligt ist. Mittels risikoangepasster Früherkennungsmaßnahmen sollen Patienten zwi­schen 25 und 50 identifiziert werden, die ein höheres familiäres Risiko für Darmkrebs haben.

Im Themenfeld „Versorgungsmodelle für Menschen mit Behinderungen“ wird ein Projekt gefördert, das mit der Unterstützung der AOK Rheinland/Hamburg die Kommunikations­fähigkeit von Patienten stärkt, die nicht sprechen können und auf Maßnahmen der un­terstützenden Kommunikation angewiesen sind.

Im Themenbereich „Verbesserung der Kommunikation mit Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz“ erhielt ein Projekt unter Beteiligung der AOK Nordwest und der AOK Hessen den Zuschlag. Dabei geht es darum, Menschen mit einem erhöhten Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 frühzeitig gesundheitsrelevante Informationen zu vermitteln. Dadurch soll die Entwicklung des Diabetes verhindert oder verzögert werden.

Die Entscheidungen der zweiten Förderwelle hat der Innovationsausschuss beim Ge­mein­­samen Bundes­aus­schuss im März getroffen. Er wählte 26 Projekte zur Förde­rung aus. Dafür steht die Hälfte der für 2017 insgesamt für neue Versorgungsformen zur Verfügung stehenden Summe von 225 Millionen Euro bereit. © hil/aerzteblatt.de

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