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Vermischtes

Konsum starker Schmerzmittel steigt in Deutschland

Mittwoch, 10. Mai 2017

Hamburg – Der Konsum starker Schmerzmittel nimmt in Deutschland einem Bericht zu­folge stark zu. „Wir haben festgestellt, dass in den vergangenen zehn bis 15 Jahren die Ver­­ord­nungszahlen von Opioiden enorm angestiegen sind“, sagte Rainer Sabatowski, Lei­ter des Schmerzzentrums an der Universitätsklinik Dresden, der Zeit laut einer Vorab­meldung. Demnach stieg die Zahl der verschriebenen Packungen von 2006 bis 2015 um 31 Prozent.

Allein im vergangenen Jahr habe der Anstieg viereinhalb Prozent betragen. Dabei sei nicht erkennbar, „dass die Patienten kränker geworden sind oder dass es neue wissen­schaftlich begründete Indikationen gäbe“, sagte Sabatowski.

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Solche Schmerzmittel waren demnach ursprünglich für die Krebstherapie vorgesehen und sind eigentlich nur für den kurzfristigen Einsatz gedacht. Doch werden sie dem Be­richt zufolge zunehmend auch Patienten mit Rücken-, Knie- oder sonstigen Schmerzen verordnet. Dies habe zum Teil verheerende Langzeitwirkungen, hieß es weiter. In den USA, wo Opi­oide besonders häufig verschrieben würden, seien daran 2015 etwa 16.000 Menschen gestorben. © afp/aerzteblatt.de

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