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Politik

FSME-Risikogebiete: Weiterhin 146 Kreise betroffen

Mittwoch, 10. Mai 2017

Berlin – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Übersichtskarte über Risikogebiete für eine Infektion mit dem Erreger der Früh­som­mermeningoencephalitis (FSME) aktuali­siert. Wie im Vorjahr weist das RKI 146 Kreise und Landkreise (LK) in Deutschland als FSME-Ri­si­­ko­­gebiete aus.

Demnach besteht ein Infektionsrisiko vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen und im südöstlichen Thüringen. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen (LK Marburg-Biedenkopf), im Saarland (Saar-Pfalz-Kreis), in Rhein­land-Pfalz (LK Birkenfeld), und seit 2014 mit dem Vogtlandkreis auch in Sachsen.

FSME wird durch das FSME-Virus verursacht, das durch Zecken auf den Menschen über­tragen wird. „Der typische Verlauf einer FSME-Erkrankung ist biphasisch und be­ginnt mit unspezifischen, grippeähnlichen Beschwerden (Inkubationszeit meist sieben bis 14 Tage)“, schreiben Autoren des RKI im Epidemiologischen Bulletin (17/2017). Nach einem kurzen Intervall von rund einer Woche folgten die spezifischen neurolo­gischen Manifes­ta­tionen der FSME. Ein hoher Anteil der Infektionen verlaufe jedoch asymp­to­ma­tisch oder die zweite Krankheitsphase bleibe aus, Schätzungen gehen von 70 bis 95 Pro­zent aus.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die in FSME-Ri­­­si­kogebieten Kontakt zu Zecken haben könnten. „Ein hoher Anteil der auftre­ten­den FSME-Erkrankungen könnte durch eine Steigerung der Impfquoten insbesondere in Risikogebieten mit besonders hoher FSME-Inzidenz verhindert werden“, hieß es aus dem RKI. Es empfiehlt Ärzten, besonders während der Zeckensaison bei entsprechen­der Symp­tomatik überall in Deutschland differentialdiagnostisch an FSME zu denken. © hil/aerzteblatt.de

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